Glück in Blütenform

So etwas erlebt man wahrscheinlich nur einmal: Der Züchtungsleiter von Rosen-Kordes ruft an und fragt, ob eine neue Duftrosen-Züchtung nach einer historischen Persönlichkeit der eigenen Heimatstadt benannt werden kann. Als Pressesprecherin mit Hang zum Grünen und Blühenden darf man sich um diese Anfrage kümmern und später sogar eine Rosentaufe mit Kordes vorbereiten.
Im Visier des Fotografen zeigt sich „Herzogin Christiana“
gefällig und dekorativ.
Besagte Persönlichkeit ist Herzogin Christiana von Sachsen-Merseburg, eine im 17. Jahrhundert lebende Urenkelin des dänischen Königs, die es durch eine Heirat mit dem sächsischen Prinzen Christian erst an den kurfürstlichen Hofe nach Dresden verschlagen hat, bevor sie mit ihrem Gemahl ein eigenes Schloss in Merseburg bezog. Den Witwensitz nahm sie schließlich in meiner Heimatstadt, in einem kleinen Barockschlösschen mit Garten.
Der Anruf von Thomas Proll, dem leidenschaftlichen Rosenarbeiter, Züchtungsleiter, Öffentlichkeitsarbeiter von Rosen-Kordes, erreichte mich im April. Es folgten ein paar E-Mails hin und her und ein paar nette Telefonate, bevor schließlich am 7. August im Rosengarten meiner Heimatstadt die Taufe der „Herzogin Christiana“ stattfand.
 
Eine pittoreske Kulisse: der Rosengarten
„Herzogin Christiana“ gehört zu der „Parfuma“-Serie von Kordes, aus fünf Züchtungen bestehend: „Constanze Mozart“, „Madame Anisette“, „Gräfin Diana“ und „Rosengräfin Marie Henriette“. Eine sieht schöner als die andere aus, aber am schönsten ist die Beetrose „Herzogin Christiana“, die mit ihren blassrosa gefüllten Blüten bezaubert und vor allem mit ihrem zitrusfrischen Duft.
Türmerstochter (links) und Rosenkönigin
schauen zum Blumenarrangement und zu
Züchtungsleiter Thomas Proll

Diesen Gärtner möchte man sich gerne daheim ins Beet stellen, denkt man zugegebenermaßen, sieht man Thomas Proll mit seinem Strohhut. Nie wieder würde man Probleme haben mit Mehltau oder anderen Rosenkrankheiten! Und dekorativ wäre dieser (studierte!) Gärtner allemal, oder?!

 Wilhelm-Alexander Kordes schaut der Rosenkönigin auf die Finger.
Diese tauft die „Herzogin Christiana“ mit Wasser aus dem
nahe gelegenen Flüsschen.
Alles in allem war diese Rosentaufe ein Termin für’s Herz, das meinte auch die Dame vom städtischen Bauhof, dessen Mitarbeiter neben gefühlt 1000 Kilometern Straßenbegleitgrün auch die Rosen im Stadtbild pflegen müssen. Ein Termin im Jahreslauf, der für viele von den Anwesenden einmalig bleiben wird. Ein Glück, dass wir dabei sein durften!

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