Samstag im Garten

Nähen wollte ich heute und bin doch im Garten geblieben. Habe wunderschöne Entdeckungen gemacht:

Eine Schnecke erkundet die Dreimasterblume.
Neue Hauswurzsorten Mittagsblumen aus Italien.

Und hier wachsen die Hauswurze aus dem letzten Jahr,
darunter auch einheimische und ein Geschenk von
der lieben Nachbarin Jana. Danke, Jana!

Die lila Schwertlilien sind größer als meine Handspanne…

 … und hier erkennt man super, warum sie auch
Bartiris heißen 🙂

„Christiana“, eine recht junge Kordes-Züchtung,
blüht herrlich und duftet leicht nach Zitrus

„Nostalgie“ ist beim Aufblühen

 Endlich blühen die weißen Päonien, nachdem
wir sie vor 2 Jahren umgesetzt hatten. Die roten
zieren sich allerdings immer noch.

Pause auf der Liege. Hund Chamandi lauscht den Vögeln und
ob in der Gasse an der Stadtmauer ein Mensch oder Hund
vorbeigeht.
Sie fiel auf meine Schulter und dann ins Gras.
Ein Schlehen-Bürstenspinner, der als Raupe aufregender
aussieht als später als Falter.

Und hier noch ein italienisches Sedum.??
Früher fand ich den Hauswurz langweilig, aber mittlerweile
kann ich die Begeisterung des Gatten für die vielen
Sorten teilen.

Schönes Wochenende für Euch!
Eure Füchsin

Run, Rose, run!

Früher sagte man zu einem Erfolgsprodukt „Das ist ein Renner!“

Unser Renner, ja so vereinnahmend bin ich mal, ist die Rose „Herzogin Christiana“. Eine Neuzüchtung aus der Parfuma-Serie von Kordes, über deren Taufe in meiner Heimatstadt ich im vergangenen Jahr hier gebloggt habe.

Die Lokalredakteurin hat nun recherchiert und herausgefunden, dass seit August letzten Jahres 10.000 Stück der „Herzogin Christiana“ verkauft wurden. 10.000 Stück! Ist das nicht ein Wahnsinn? Na klar, die Rose ist suuuuuperschön, ihr Duft betörend und ihre Gesundheit überzeugt jeden Gärtner. Aber 10.000 Stück – damit habe ich nicht gerechnet. Das hat mich sozusagen regelrecht geflasht.

Weniger erfreulich ist dagegen, dass sich vor Ort tatsächlich kein Händler findet, der die Rose verkauft. Also blühen in meiner Heimatstadt erst einmal nur die 40 Rosen im Rosengarten und vielleicht noch ein paar in Privatgärten, von denen ich allerdings nichts weiß. Der Bürger meiner Heimatstadt muss demnach weit fahren, um für seinen Garten eine „Herzogin Christiana“ zu erwerben oder er muss online bestellen. Seltsam, oder?

Mal sehen, wie es sich entwickelt mit der Christiana. Hoffentlich findet sie ihren Weg noch in viele europäische Gärten.

Run, Rose, run!

Glück in Blütenform

So etwas erlebt man wahrscheinlich nur einmal: Der Züchtungsleiter von Rosen-Kordes ruft an und fragt, ob eine neue Duftrosen-Züchtung nach einer historischen Persönlichkeit der eigenen Heimatstadt benannt werden kann. Als Pressesprecherin mit Hang zum Grünen und Blühenden darf man sich um diese Anfrage kümmern und später sogar eine Rosentaufe mit Kordes vorbereiten.
Im Visier des Fotografen zeigt sich „Herzogin Christiana“
gefällig und dekorativ.
Besagte Persönlichkeit ist Herzogin Christiana von Sachsen-Merseburg, eine im 17. Jahrhundert lebende Urenkelin des dänischen Königs, die es durch eine Heirat mit dem sächsischen Prinzen Christian erst an den kurfürstlichen Hofe nach Dresden verschlagen hat, bevor sie mit ihrem Gemahl ein eigenes Schloss in Merseburg bezog. Den Witwensitz nahm sie schließlich in meiner Heimatstadt, in einem kleinen Barockschlösschen mit Garten.
Der Anruf von Thomas Proll, dem leidenschaftlichen Rosenarbeiter, Züchtungsleiter, Öffentlichkeitsarbeiter von Rosen-Kordes, erreichte mich im April. Es folgten ein paar E-Mails hin und her und ein paar nette Telefonate, bevor schließlich am 7. August im Rosengarten meiner Heimatstadt die Taufe der „Herzogin Christiana“ stattfand.
 
Eine pittoreske Kulisse: der Rosengarten
„Herzogin Christiana“ gehört zu der „Parfuma“-Serie von Kordes, aus fünf Züchtungen bestehend: „Constanze Mozart“, „Madame Anisette“, „Gräfin Diana“ und „Rosengräfin Marie Henriette“. Eine sieht schöner als die andere aus, aber am schönsten ist die Beetrose „Herzogin Christiana“, die mit ihren blassrosa gefüllten Blüten bezaubert und vor allem mit ihrem zitrusfrischen Duft.
Türmerstochter (links) und Rosenkönigin
schauen zum Blumenarrangement und zu
Züchtungsleiter Thomas Proll

Diesen Gärtner möchte man sich gerne daheim ins Beet stellen, denkt man zugegebenermaßen, sieht man Thomas Proll mit seinem Strohhut. Nie wieder würde man Probleme haben mit Mehltau oder anderen Rosenkrankheiten! Und dekorativ wäre dieser (studierte!) Gärtner allemal, oder?!

 Wilhelm-Alexander Kordes schaut der Rosenkönigin auf die Finger.
Diese tauft die „Herzogin Christiana“ mit Wasser aus dem
nahe gelegenen Flüsschen.
Alles in allem war diese Rosentaufe ein Termin für’s Herz, das meinte auch die Dame vom städtischen Bauhof, dessen Mitarbeiter neben gefühlt 1000 Kilometern Straßenbegleitgrün auch die Rosen im Stadtbild pflegen müssen. Ein Termin im Jahreslauf, der für viele von den Anwesenden einmalig bleiben wird. Ein Glück, dass wir dabei sein durften!

Zwiebel-Wahn

18 Grad Celsius, Sonnenschein, nun hat’s der Frühling auch nach Nordsachsen geschafft. Ich verfiel heute prompt dem Zwiebel-Wahn. Vor geraumer Zeit habe ich beim bekannten arabischen Händler Al Di zwei Körbchen mit je 50 farblich sortierten Blumenzwiebeln von Garden Feelings® erstanden, einmal die Kollektion „Purpur“ mit Gladiolen, Dahlien, Liatris und Triteleia, und dann die Kollektion „Rosa“ mit Gladiolen, Dahlien, Lilien und Alium.

Diese 100 Zwiebeln habe ich heute eingebracht, außerdem die schon bestehenden Blumen teilweise umgesetzt, so dass sich meine hier bisher noch nicht kundgetane Idee von den farbigen Abteilungen auf dem großen Beet hoffentlich langsam verwirklicht. Eine kleinwachsende, burgunderfarbene Aster habe ich in die rot-rosafarbene Abteilung gesetzt, den Storchschnabel und eine Rose auch, das Edelweiß musste Richtung „Weiß“ umziehen usw.

Außerdem habe ich entdeckt, dass die Blumenzwiebeln, die ich im vergangenen Frühjahr vor dem Erdaustausch gerettet hatte, im dunklen Winterquartier tatsächlich austreiben! Eigentlich gibt s das gar nicht, denn gerade Schneeglöckchen vertragen es überhaupt nicht, wenn sie lange irgendwo uneingepflanzt herumliegen. Vom Gatten musste ich mich deshalb in den letzten Monaten öfter schelten lassen. Heute habe ich diese Zwiebeln schließlich kleinlaut eingepflanzt und hoffe, dass sie uns im nächsten Jahr wieder erfreuen werden.

Holla, die Waldfee!

Holla, die Waldfee!
Wasn das fürn Schnee?
„Reim Dich oder ich schlag Dich!“ heißt es, wenn jemand sich allzu bemüht am Reimen versucht hat und dann so etwas wie oben dabei rumkommt.
Fakt 1: Es ist März und es schneit. Und das, obwohl ich in der vergangenen Woche die Astern und Rosen verschnitten hab. Merke: Rosen erst verschneiden, wenn der Forsythia blüht. 

Fakt 2: „Holla, die Waldfee!“ ist kein von der Kreativjugend des 21. Jahrhunderts erfundener Satz, sondern einer von Charlotte Amalia Grimm (richtig, die Schwester ebenjener Brüder). In ihrem gleichnamigen Märchen ist dies genau der letzte Satz des Prinzen, der zuvor auf die drei unbekleideten und Blumen pflückenden Königstöchter Hillu, Hella und Holla traf, ihnen die Kleider raubte und dafür mörderlich eine übergebraten bekam. Das adlige Leben aushauchend, sagte er – damit wohl gleichfalls die Mörderin identifizierend – „Holla, die Waldfee!“ Merke: Raube nie jemandem die Kleidung.

Rosen für Eva

Most wanted: Kleine Deko für kleinen Tisch.

Gestern abend hatten wir Besuch von unserer Freundin Eva, der ich mit einer kleinen Tischdeko eine besondere Freude und Lust auf’s Gärtnern machen wollte. Eva wird ab nächster Woche nämlich auch einen großen Garten besitzen.

In ein etwa zehn Zentimeter hohes Kristallgefäß habe ich etwas Grün von der Akelei gestellt und in die Zwischenräume der Stiele ein paar kurz geschnittene Rosenblüten gesteckt. Für unseren kleinen Gartentisch war das grad groß genug.

Der Gatte hat das „Gesteck“ heute gleich nochmal im Wohnzimmer in Szene gesetzt:

Sogar die lachsroten Rosen, die es in den Post Diskriminierung im Garten nicht geschafft haben, sind im Blog nun also fotografisch verewigt.

Schönes Wochenende!