Crossmediale Gartenbegeisterung

Wisst Ihr, ich verbringe mittlerweile einige Stunden am Tag im Internet und es gibt wirklich Tage, an denen ich das bedauere. Zu oft lässt man sich ablenken und auf mehr oder weniger sinnlose Seiten leiten.

Zwischen diversen Blogs, Facebook, Homepages, Xing und, und, und klickt man hin und her und wird oft auch von einem zum anderen verwiesen – Crossmedia eben.

Da ist Filtern gefragt.
Wenn ich aber dann den neusten Post von der Royal Horticultural Society (RHS) bei Facebook lese, in dem es um die Herbststimmung beim Waddesdon Manor geht, klicke ich gerne einmal mehr. Hier kommt Ihr übrigens zu den schönen Herbstfotos bei der RHS: Herbst am Waddesdon Manor.
Lohnenswert ist außerdem der Floriade-Auftritt bei Facebook, dort ebenso die Präsenzen vom Barockgarten Großsedlitz und von den Gärten von Appeltern, von denen regelmäßig neue Informationen angezeigt werden. Präsenzen, die nicht aktualisiert werden, finde ich nämlich schnaaarchlangweilig.
Alle Blogs, denen ich folge, lese ich mit großem Interesse. Da ich selbst nicht immer so viel Zeit habe, überall hinzureisen, finde ich den Gartenreise- und Gartenliteratur-Blog von Maria Zauberfee besonders informativ. Als Gartenanfängerin schaue ich außerdem gerne in den Schweizer Garten, gleichwohl mich das vor weiteren Fehlern im Garten nicht bewahren wird. Die Fotos und Infos sind einfach toll!
„Grüne“ Homepages gibt es mehr als genug. Kürzlich entdeckt hab ich durch die Sendung service: garten beim HR die Essbaren Landschaften in Meck-Pomm. Auf der Seite könnt Ihr Euch Wildkräuter bestellen, aber auch – was für uns Gärtner ja besonders wichtig ist – Saatgut-Pakete für alte Gemüsesorten! Nicht schlecht, nur etwas werbelastig, ist http://www.mein-schoener-garten.de/. Spannend fand ich dort immer die User-Gärten, aber derzeit läuft dort irgendeine Unterwanderungsaktion, um zu zeigen, dass das Bewertungssystem nicht richtig funktioniert. Deswegen liegen grad irgendwelche verunkrauteten Gartenwiesen auf den ersten Rängen. Eine andere Form des Guerilla-Gardening…
Abschließend noch kurz zu den Gartensendungen im TV: Beim HR und der bereits erwähnten Sendung service: garten könnt Ihr bis zum vergangenen Jahr jede Sendung online schauen, jeweils 45 min! Der MDR-Garten hat ganz gute Beiträge, aber die Moderation ist reichlich steif. 
Einen perfekten Überblick über alle Gartensendungen gibt Euch taggenau die Maria Zauberfee hier.
Also – klickt Euch durch. Viel Spaß dabei!


Nicht neidisch werden!

In Südeuropa haben die einfach Mehl, Schwein, Glück. In Form von wunderbar groß und gesund gedeihenden Pflanzen. Da wächst der Oleander als Hecke, dort ein Hain mit Zitronenbäumen und schließlich hier die Bougainvillea als Strauch.

2008 in der Türkei aufgenommen
 
Aber wir sollten nicht neidisch sein, sondern diese Pflanzen an fernen Orten einfach genießen.
 
Die Bougainvillea gehört übrigens zu den Wunderblumengewächsen, lateinisch Mirabilis. Ist das nicht eine lustige Bezeichnung? Schlaft gut!


Na holla die Waldfee!

Stellt Euch das mal vor: männliche und weibliche Geschlechtsorgane an einer Pflanze. Kein Wunder, dass DAS dabei herauskommt:

Ein prall-glänzender Zucchino, eine dralle Zucchina. Jaja – nix mit Zucchiniiii!
Das sagen nur die sprachunbegabten Allemannen, sutschini. notschi. der babbaratsi. zwei kapputschienohs. God save Bastian Sick and his Zwiebelfisch. ʦʊˈkiːnɔ oder ʦʊˈkiːna heißt es richtig.

Da nun die richtige Pronunziation geklärt ist, kann ich zum überschwänglichen Loben dieser Pflanze übergehen: In einen Topf mit undurchlässiger Erde gepackt, hat sich das kleine Zucchino/a-Pflänzchen zum einem Pracht-Kerl-Weib entwickelt. Die leicht stachligen, kräftigen, fordernd wachsenden Blätter ragen mittlerweile längst über Topfbreite hinaus. Lockend-tiefe, verheißungsvoll-gelbe Blütenkelche verführen unbedarfte Insekten zu Ambrosia-Gelagen. Leider blieb es trotz der heißen Monözie bei dieser einzigen wundervollen dunkelgrünen wohlschmeckenden Zucchino/a.

Schlaft gut und träumt etwas Schönes.

Übrigens: Ich fand es ja kürzlich total schlimm, wie ein Schrebergärtner über Zucchini als Unkraut ätzte, weil sie eben so unkompliziert ist und ausgezeichnet wächst. Immerhin ist es ja ein Nahrungsmittel und dafür sollte man doch dankbar sein. Wer schon einmal meine köstliche Spaghettisoße mit Zucchini gegessen hat, weiß, was ich meine.

Grüne Hölle II

Was aussieht wie falscher Wein, ist das Kraut der UNSTERBLICHKEIT, Jiaogulan. Ein wucherndes, gleichzeitig aber sehr dekoratives Heilkraut aus China. Es gibt genug Internetseiten, auf denen man sich über die Pflanze und ihre Wirkungen informieren kann, z. B. bei Zauber-Kraut.

Für Gartenanfänger ist es aufgrund seiner einfachen Pflege sehr gut geeignet. Wir haben es seit einigen Jahren im Topf, wo es ausgezeichnet wächst. Im Boden breitet es sich halt sehr schnell aus, so ein bisschen wie in der grünen Hölle.

Aus den frischen Blättern kann man einen heilsamen Tee aufbrühen, der gut gegen schlechte Laune helfen soll. Im Herbst vergilben die Blätter dann und man kann furchtlos alles herunterschneiden. Die Pflanze treibt dann im darauffolgenden Jahr wieder aus.

Schönes Wochenende!

Zitronig zum Glück

Könnt Ihr Euch noch an den Post Drei, zwei, eins – Deins! erinnern? Das war im Juli, als ich mich gerade erst in dieses Blog-Abenteuer gestürzt hatte. Die berühmte Arthurs Tochter hatte da gerade ein Gewinnspiel initiiert, bei dem man sich allerlei Dinge rund um die Zahl DREI ausdenken konnte. Zu gewinnen gab es nur tolle Dinge.

Heute war dann die Verlosung, zumindest wurde sie heute online gestellt: http://arthurstochterkocht.blogspot.de/2012/08/die-groe-verlosung-zum-dreier-geburtstag.html Bei Minute 7:15 Uhr fängt mein großes Gewinner-Glück an. Ich habe doch tatsächlich mit meinem Zitronenmelisse(wächst immer)-Pesto-Rezept einen KitchenAid-Blender gewonnen! Ist ein Mixer. Wusste ich auch nicht. Mit diesem kann ich in unserer Küche nun Zitronenmelisse-Pesto machen, Zucchini-Suppe und Gazpacho mixen und, und, und.

Bei Arthurs Tochter möchte ich mich ganz herzlich für diese witzige Gewinnspiel-Idee und natürlich den Gewinn bedanken.

Bis zum nächsten Mal.

BilderBuchBöse

Was schenkt man einer Bilderbuchfamilie zum Einzug ins neue Haus, das in Rekordzeit renoviert wurde?


Natürlich ein Buch, entweder übers Einrichten oder übers Gärtnern. Wir sind ja höflich. Also – aufgemacht zum örtlichen (und einzigen) Buchhändler. Der überrascht und überzeugt mit einer großen Auswahl vor allem an Gartenbüchern. Geschätzte 250 Titel hat er auf Lager und das Spektrum reicht von der Gartenplanung über den Anbau von Bio-Gemüse bis zu Heilkräutern.

Nun ja, irgendwie schick schön sollte das Buch schon aussehen, passend zum vornehm-distinguierten, rosa-gedämpften Bilderbuchhaushalt. Die Titel des XYZ-Verlags (ich will hier keinen öffentlich dissen, denn die haben’s doch alle schwer) fallen durch’s Raster – altbackene Fotos, unmodernes Layout. Ein Buch eines anderen Verlags, das all das Gewünschte hat, zudem noch saudick ist, kostet nur 14,95 Euro. Ein Preis, bei dem ich stutzig werde und Böses ahne. Richtig, printed in China.

DanKe für’s Gespräch! Ihr spinnt ja wohl?!
Nach einer Weile taucht der Gatte mit dem Hund aus einem Seitengang des Ladens auf. „Ich dachte, du guckst mal mit?“ sage ich, hilflos vor der grünen 250-Buchrücken-Wand stehend. Gemeinsam finden wir dann:
Ein ansprechendes Buch, das sich irgendwie besonders anfühlt und mit einer ordentlichen Typografie überzeugt. Etwas, das für mich immer ganz wichtig ist. Drinnen sind nicht viele Fotos, sondern wenige, stilvolle Illustrationen, das Augenmerk liegt hier auf den schriftlichen Informationen.
Zu Hause überfliege ich das Buch nur schnell, damit es nicht so „gelesen“ aussieht, wenn wir es an die Bilderbuchfamilie verschenken. Aha, Rosen bekommen weniger Krankheiten, wenn sie im Staudenbeet neben anderen Pflanzen stehen. Hm – bei uns stehen sie neben Paprika, neben Lavendel, neben Nelken, neben Unbekannt, neben Erdbeeren. Und sie sind nicht krank!!! Freude!
Ein paar gute Tipps zum Buchsbaumschnitt lassen mich schließlich völlig die Befürchtung vergessen, dass das Buch eine Mogelpackung ist und nur hübsch aussieht. Am Samstag wird das Teil also noch hübsch mit Lampenputzergras verpackt und mit gutem Gewissen an die Rosafarbenen verschenkt.


Rosen für Eva

Most wanted: Kleine Deko für kleinen Tisch.

Gestern abend hatten wir Besuch von unserer Freundin Eva, der ich mit einer kleinen Tischdeko eine besondere Freude und Lust auf’s Gärtnern machen wollte. Eva wird ab nächster Woche nämlich auch einen großen Garten besitzen.

In ein etwa zehn Zentimeter hohes Kristallgefäß habe ich etwas Grün von der Akelei gestellt und in die Zwischenräume der Stiele ein paar kurz geschnittene Rosenblüten gesteckt. Für unseren kleinen Gartentisch war das grad groß genug.

Der Gatte hat das „Gesteck“ heute gleich nochmal im Wohnzimmer in Szene gesetzt:

Sogar die lachsroten Rosen, die es in den Post Diskriminierung im Garten nicht geschafft haben, sind im Blog nun also fotografisch verewigt.

Schönes Wochenende!