Winterlingtage in Ostrau

Wie ein gelber Teppich erstrecken sich die Winterlinge unter den Bäumen im Schlosspark Ostrau. Die Knollenpflanze wächst zu Tausenden in der ausgedehnten Anlage, die täglich kostenfrei zu einem Spaziergang einlädt. Aktuell ist ein Teil des Parks gesperrt, da die letzten Stürme und Orkane auch hier viele Schäden verursacht haben. Trotzdem lohnt sich der Ausflug in den kleinen Ort der Gemeinde Petersberg, rund 20 Kilometer von Halle (Saale) entfernt. „Winterlingtage in Ostrau“ weiterlesen

Garten der Villa Pisani, Stra

Elf Hektar Land in einer Schleife des Flusses Brenta umgibt die 1,5 Kilometer lange Mauer um das Grundstück der Villa Pisani in Stra, nur wenige Kilometer von Padua entfernt.

Um in den Garten zu gelangen, muss man die im frühen 18. Jahrhundert errichtete Villa durchschreiten, die übrigens als schönste der Venezianischen Villen gilt. Napoleon war hier, Hitler und Mussolini trafen sich hier erstmals. All das habe ich erst nach unserem Besuch erfahren und trotzdem ist der Garten mir seltsam fremd geblieben und konnte in mir nicht die Begeisterung wecken, wie etwa der Garten Pojega in Negrar oder der Giardino di Valsanzibio. „Garten der Villa Pisani, Stra“ weiterlesen

Villa Fracanzan Piovene

Es war ja wieder eine Weile recht ruhig hier im Blog. Natürlich war ich im Garten, außerdem waren der Gatte und ich aber auch mal wieder verreist. In Norditalien haben wir diesmal zwar nur zwei Gärten besucht, doch die möchte ich Euch natürlich nicht vorenthalten. Als erstes die Villa Fracanzan der Familie Piovene. Diese venezianische Villa findet Ihr in Orgiano in der Provinz Vicenza.

Vor der Villa erstreckt sich ein Garten mit Buchsbaumquartieren. Der Garten ist von einer niedrigen Mauer eingefasst, an der Zitronen, Cedra, Iris und Kräuter wachsen.

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Unendlich schön* – der Wörlitzer Park

Kennt Ihr den Wörlitzer Park? Er ist als Teil des „Dessau-Wörlitzer Gartenreich“ seit dem Jahr 2000 Weltkulturerbe. Er gilt als erster deutscher Landschaftspark. Angelegt wurde er ab 1769 bis 1773, erweitert bis 1813. Ideengeber und Financier war Fürst Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau.

Es gibt im gesamten Gartenreich viel zu entdecken – wunderbare Schlösser, Gärten, Parks, Geschichten, Exponate. Eindrücke aus der ganzen Welt spiegeln sich wider.Und man kann in den wohl schönsten Ferienhäusern Deutschlands übernachten. Schaut einfach mal auf die Homepage.

Nun aber wieder zum Wörlitzer Park, der größten Anlage im Gartenreich.
Schaut Euch nochmal das Foto oben an, mit der goldenen Urne. In der Ferne seht Ihr rechts die evangelische St. Petri-Kirche, links die Synagoge (die übrigens der Großvater von Didi Hallervorden vor der Brandstiftung durch Nazis rettete, aber das ist wieder eine andere Geschichte). Derartige Sichtachsen sind typisch für Landschaftsparks und in Wörlitz gab es mehr als 300, von denen viele in den letzten Jahren wieder hergestellt werden konnten.
Zudem sehen wir hier das Nebeneinander der Religionen, denn im Park ging es nicht nur um Erholung, sondern auch um Bildung. Sehr zeitgemäß, wie ich finde.

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Schlosspark Ebeleben

Immer wieder beeindruckend, wie Dörfer und Kleinstädte durch Burg- und Schlossbauten eine Aufwertung und Prägung erfahren haben. Berühmte Beispiele sind etwa Versailles, Vaux-le-Vicomte, Reinharz, Rheinsberg.

Bei unserem Ausflug nach Mühlhausen erkundeten wir natürlich die Umgebung und entdeckten dabei den Schlosspark Ebeleben, der es wert ist, von der Hauptstraße abzufahren und erkundet zu werden.

Hoffentlich lassen Euch die Handyfotos ahnen, welche Ausmaße und Schönheit diese Anlage hat. Der Barockgarten stammt ursprünglich aus dem 17. Jahrhundert, als er neben dem neu entstehenden Schloss angelegt wurde. Die Blütezeit samt Ausstattung verbindet sich allerdings mit der Mitte des 18. Jahrhunderts – prägend waren hier die Mühen des jungen Landesfürsten Christian Günther III. von Schwarzburg-Sondershausen, der in dem noch von der Renaissance geprägten Schloss aufgewachsen war, es im Rokokostil umbauen ließ und auch den Park mit Großstatuen ausstatten ließ.

 

Insgesamt 18 Höhenmeter werden mit der Gartenanlage überwunden. Oben seht Ihr das Rasenparterre, im Hintergrund die Orangerie, auf die der Schlosspark ausgerichtet ist. Unten seht Ihr die Rabatte aus Frauenmantel, die einen kleinen Wasserlauf versteckt.

 

Vor der Orangerie befindet sich der Hirschbrunnen mit Jagdmotiven. Unser Hund Chamandi war durch die vier Jagdhunde irritiert, obwohl sie doch von den steinernen Kollegen nichts zu befürchten hatte 😉

 

 

Als einziges Wasserbauwerk dieser Art ist die „Große Kaskade“ wohl das Beeindruckendste im Schlosspark Ebeleben. In DDR-Zeiten war die prächtige Anlage mit dem Schutt des 1945 zerbombten Schlosses aufgeschüttet worden. Erst ab 1997 begannen – übrigens im gesamten Garten – die Bemühungen, die bedeutende Anlage wieder ans Licht zu holen und dem historischen Wert durch eine Wiederherstellung gerecht zu werden.
Die Kaskade wurde am 2. Juli 2015 eingeweiht und wird immer samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr in Betrieb gesetzt. Wir hatten leider nicht das Glück, das Wasserspiel zu sehen.

 

Der Park gehört der Stadt Ebeleben und dem Diakonieverein Ebeleben-Sondershausen e. V., außerdem bemüht sich ein gemeinnütziger Parkverein um das Objekt. Förderungen sind wohl geflossen, u. a. von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, nichtsdestotrotz ist es für die doch kleine Gemeinde und den Diakonieverein sicher eine große Herausforderung gewesen, das Projekt zu realisieren. Dafür gebührt ihnen Anerkennung.
Als wir Mitte Juli 2015 dort waren, konnten wir das Gelände kostenfrei betreten und hatten auch den Hund dabei.

Schaugarten am Tiefwarensee

Eine ganz wundervolle Kombination von Schaugarten, Gärtnerei, Hotel, Café findet Ihr am Tiefwarensee in Waren an der Müritz.

In der Gärtnerei des Lebenshilfswerks Waren arbeiten u. a. Menschen mit Behinderung, auch das Hotel und das Café werden vom Lebenshilfswerk betrieben.

Ganze 16.000 qm Garten erwarten Euch dort, aufgeteilt in verschiedene Gartenräume, wunderschön am See gelegen.

Gekonnt spielt der Garten mit der Silhouette der am Ufer gegenüber gelegenen Altstadt. Es bestimmt diese der prägnante Turm der St. Marien-Kirche.

 

Auf dem Gelände stehen zwei Villen. Die näher am See gelegene bildet eine der Grenzen des formal angelegten Gartenteils, der als vierteiliges Parterre mit einem zentralen Brunnen ausgebildet ist. Moderne Skulpturen ergänzen das grüne Ensemble und in den Sommermonaten bereichern es zahlreiche mediterrane Kübelpflanzen. Rechts erkennt Ihr die Schaugewächshäuser.

 

Eine ganz wunderbare Idee ist dieser Zen-Garten, der an das 20-jährige Partnerschaftsjubiläum von Waren und der japanischen Stadt Rokkashomura erinnert.

 

 

Auch in den Schaugewächshäusern gibt es Allerhand zu entdecken. Der Besuch lohnt sich!

 

 

 

Besonders in Erinnerung ist mir geblieben, dass ein Warener Ehepaar für die Anlage des Gartens  einen fünfstelligen Betrag gespendet hatte, nach meiner Erinnerung waren es 30.000 Euro. Wahnsinn, oder?
Adresse: Lebenshilfswerk Waren gGmbH, Gärtnerei am Tiefwarensee, Wossidlostraße 7a, 17192 Waren (Müritz). Tel.: 03991 125641.
Eintritt: 3 Euro (Oktober 2014)
Wegen der Öffnungszeiten fragt Ihr am besten vorher per E-Mail an, walossek@lebenshilfswerk-waren.de. Eigentlich ist der Garten wohl tagsüber so ziemlich immer zugänglich, aber eh man umsonst hinfährt…

Giardino di Pojega in Negrar (akt. 2018)

Zu den schönsten Gärten Italiens gehört der Garten Pojega der Winzerfamilie Rizzardi.
Er liegt im Ortsteil Pojega der 17.000 Einwohner-Stadt Negrar, nur ein paar Fahrminuten von Verona entfernt.
Zum Garten gehört eine Villa, die man für Feierlichkeiten mieten kann.
Umgeben ist der Garten von einer hohen Mauer, an der man wunderbar entlang spazieren und die anliegenden Weinberge ins Auge fassen kann.

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