Hruska, Heller, helle Freuden III (Schwarzer Bambus)

Nun also der nächste Post zum Gardino Botanico André Heller in Giardone Riviera am Gardasee.
Eigentlich sollte das der letzte sein, aber es gibt noch so viel Schönes zu zeigen.
Dabei wirken die Fotos, die ich Euch heute zeige, auf manche vielleicht sogar befremdlich. Im Giardino Botanico gibt es einen fast märchenhaften Wald aus schwarzem Bambus und in dem überschreitet man eine Brücke, auf der einen unvermutet Wasserstrahlen aus den Mündern zweier recht grauslig aussehender Köpfe treffen können.

 

 

 

 

Und dann eröffnet sich der Blick wieder auf das gewöhnte Grün, diesmal in beeindruckender Höhe:
Ciao!

 

Hruska, Heller, helle Freuden II

Heute nun also der zweite Post zum Giardino Botanico André Heller.

 

Die Azaleen standen im Mai in voller Blüte und waren in vielen Sorten im Garten vertreten.

 

Viel Pflege braucht es hier. Es gibt auch etwas Wechselbepflanzung, die bei unserem Besuch offensichtlich von Studenten übernommen wurde.

 

 

Immer wieder Wasser, um dieses üppige Grün gedeihen zu lassen.

 

Den nächsten Teil gibt es morgen.

 

Hruska, Heller, helle Freuden I

Giardino Botanico Arturo Hruska
Botanischer Garten André Heller
Ihr Lieben, am Gardasee gibt es für Hundebesitzer und Gartenfreunde ein Ziel, das man gesehen haben muss. Den botanischen Garten von Artur Hruska, ab 1901 angelegt, der mittlerweile von einer Stiftung des Künstlers André Heller unterhalten wird.
Für Euer Navi: Via Roma 2, Gardone Riviera
Der Ort liegt am Ostufer des Gardasees und der Garten ist gut ausgeschildert.
Genug Parkplätze sind vorhanden.
Aufgrund der Vielzahl der Eindrücke, die sich auf dem eigentlich recht kleinen Grundstück ergeben, werde ich diesem Besuch mehrere Posts widmen.

 

 Auf dem Grundstück herrscht ein feucht-warmes Binnenklima, das durch etliche künstliche Bäche und Teiche erhalten wird und die üppige Vegetation begünstigt.
Wir waren Anfang Mai dort, relativ früh am Morgen.
Insofern hielt es sich mit Besuchern in Grenzen, auf den schmalen Wegen kann es in der Hochsaison sicher eng werden.

 

 Die Wegeführung und die unterschiedlichen Höhenniveaus verschaffen dem Besucher ständig neue Eindrücke, ergänzt von der abwechslungsreichen Bepflanzung – etwa 500 Arten sollen hier vertreten sein.

 

Nun lasse ich erst einmal diese Eindrücke auf Euch wirken. Mehr gibt es im nächsten Post, doch hier noch ein paar wichtige Informationen für Euren Besuch:
Von März bis Oktober von 9 bis 19 Uhr geöffnet.
Der Eintrittspreis betrug im Mai 2013 pro Person 10 Euro.
Der Zutritt mit Hund war gestattet.

 

Flaches Land

Jetzt lasst mich mal Klartext sprechen. Halle an der Saale hat in Mitteldeutschland nicht sooooo einen Wahnsinnsruf. Manche nennen es Hölle an der Saale, andere wortspielen „Halloren, Hallenser, Halunken“. Erklären kann ich mir das zwar nicht genau, muss aber leider sagen, dass die Gegend von Halle erobert werden möchte, sprich: Sie gibt sich dem Betrachter nicht freiwillig hin. Er kutscht über Autobahnen und Bundesstraßen durch plattes Land, vorbei an einzeln stehenden Gehöften; architektonische Meisterleistungen reihen sich nicht gerade nahtlos aneinander und die Menschen sprechen seltsam, wobei „mer nichjenau saachen gann wie eijentlich“.

Und trotzdem lohnt sich das Suchen nach den Perlen in und um Halle an der Saale. Ein dem Gatten und mir mittlerweile vertrautes Ziel nahe Halle ist das Renaissanceschloss Dieskau, an das sich ein wunderschöner klassizistischer Landschaftspark anschließt, der leider wohl vielen unbekannt ist. Vielleicht auch deshalb liegt über dem Ort meist eine friedliche Stille, nur unterbrochen von freilaufenden gackernden Hühnern mit Hahn.

Die Zufahrt zum Schloss säumt links ein formales Buchsbaumparterre, ausgefüllt mit Kräutern und Blühpflanzen, und rechts an der Mauer wächst es recht bäuerlich vor sich hin, z. B. mit Malven.

 

In einem höher gelegenen Teil, auf dem auch die barocke Dorfkirche und das Pfarrhaus zu finden sind, liegt ein weiterer Kräutergarten, eingefasst von Buchsbaumhecken. Bei unserem Besuch befand sich der Garten, der zum Schloss gehört, in einem recht kläglichen Zustand, gleichwohl die Struktur noch gut erkennbar war.
 

 

Geht man um das Schloss herum, eröffnet sich alsbald die wirklich beeindruckende Blickachse, die von der ruinösen Orangerie über ein rundes barockes Buchsbaumparterre und über die Rasenfläche bis zu alten Baumriesen und dem rekonstruierten Fundament des Teehauses reicht.

 

 Ein Pumpenhäuschen kann schön aussehen.

 

Das Café bietet ausnehmend wohlschmeckenden Kuchen an.
Unbedingt hineinschauen, denn dort wurde bereits restauriert und das wirklich ausgezeichnet!

 

Johann Gottlieb Schoch, gerade 20 Jahre alt, erhielt den Auftrag zur Anlage des Parks. Das war 1778. Ob diese riesige Platane noch aus der Anfangszeit stammt? Sie ist wunderschön.

Die Reide-Aue ist Teil des Landschaftsparks und so überquert der Besucher immer wieder kleine Brücken. In der Ferne leert Flora ihr Füllhorn aus.

Stundenlang kann man in westlicher Richtung um den Park wandern, durchquert den romantischen Erlenbruch, kommt an verschiedenen Teichen vorbei. Und entdeckt zum Beispiel den Lyrischen Baumkreis, der den Besucher spätestens an dieser Stelle des Rundwegs in das 18. Jahrhundert versetzt. Mit derart poetischen Worten spaziert es sich gleich noch einmal viel leichter.

 

 

 

Nicht fotografiert habe ich eine Skulptur aus dem Jahr 2006. „Osttor“ von Jörg Bochow steht auf dem Pfingstanger und erinnert an die ehemals im Park befindlichen asiatischen Bauwerke, wie das Teehaus und die Bogenbrücke. Die Glocke am „Osttor“ kann der Spaziergänger schlagen und obwohl dieses Fleckchen Erde recht versteckt liegt, erhört man beim Durchwandern des weitläufigen Geländes immer wieder den metallisch-tiefen Glockenton.
 
Auch südöstlich des Schlosses dehnt sich der Park aus und man stößt auf so etwas:

 

und so etwas:

 

Der Gatte hat mehrfach versucht, den Laubfrosch beim Springen zu fotografieren (und sah dabei selbst wie ein hüpfender Frosch aus) und das ist das beste der vielen Fotos geworden.

Beim Verlassen des Schlossgeländes machte mich der Blick in jenen Garten neugierig:

Den Bogen aus einem Nadelbaum und dem Nordamerikanischen Trompetenbaum fand ich schön angelegt, die Beete waren in guten Zustand und alles sehr nett dekoriert. Auch zwei äußerst blühfreudige Clematis begeisterten den Gatten und mich.

 

 

Leider habe ich noch nicht ergründen können, wer die freundliche Gärtnerin war und kann nur vermuten, dass es die Pfarrersfrau war.
Ein Tipp ist der Dieskauer Sommer, der an den Sommersonntagen die Barockkirche mit verschiedenen Klängen füllt.
Und ein Tipp ist es überhaupt, dieses Dieskau. Bei Halle an der Saale.

 

Crossmediale Gartenbegeisterung

Wisst Ihr, ich verbringe mittlerweile einige Stunden am Tag im Internet und es gibt wirklich Tage, an denen ich das bedauere. Zu oft lässt man sich ablenken und auf mehr oder weniger sinnlose Seiten leiten.

Zwischen diversen Blogs, Facebook, Homepages, Xing und, und, und klickt man hin und her und wird oft auch von einem zum anderen verwiesen – Crossmedia eben.

Da ist Filtern gefragt.
Wenn ich aber dann den neusten Post von der Royal Horticultural Society (RHS) bei Facebook lese, in dem es um die Herbststimmung beim Waddesdon Manor geht, klicke ich gerne einmal mehr. Hier kommt Ihr übrigens zu den schönen Herbstfotos bei der RHS: Herbst am Waddesdon Manor.
Lohnenswert ist außerdem der Floriade-Auftritt bei Facebook, dort ebenso die Präsenzen vom Barockgarten Großsedlitz und von den Gärten von Appeltern, von denen regelmäßig neue Informationen angezeigt werden. Präsenzen, die nicht aktualisiert werden, finde ich nämlich schnaaarchlangweilig.
Alle Blogs, denen ich folge, lese ich mit großem Interesse. Da ich selbst nicht immer so viel Zeit habe, überall hinzureisen, finde ich den Gartenreise- und Gartenliteratur-Blog von Maria Zauberfee besonders informativ. Als Gartenanfängerin schaue ich außerdem gerne in den Schweizer Garten, gleichwohl mich das vor weiteren Fehlern im Garten nicht bewahren wird. Die Fotos und Infos sind einfach toll!
„Grüne“ Homepages gibt es mehr als genug. Kürzlich entdeckt hab ich durch die Sendung service: garten beim HR die Essbaren Landschaften in Meck-Pomm. Auf der Seite könnt Ihr Euch Wildkräuter bestellen, aber auch – was für uns Gärtner ja besonders wichtig ist – Saatgut-Pakete für alte Gemüsesorten! Nicht schlecht, nur etwas werbelastig, ist http://www.mein-schoener-garten.de/. Spannend fand ich dort immer die User-Gärten, aber derzeit läuft dort irgendeine Unterwanderungsaktion, um zu zeigen, dass das Bewertungssystem nicht richtig funktioniert. Deswegen liegen grad irgendwelche verunkrauteten Gartenwiesen auf den ersten Rängen. Eine andere Form des Guerilla-Gardening…
Abschließend noch kurz zu den Gartensendungen im TV: Beim HR und der bereits erwähnten Sendung service: garten könnt Ihr bis zum vergangenen Jahr jede Sendung online schauen, jeweils 45 min! Der MDR-Garten hat ganz gute Beiträge, aber die Moderation ist reichlich steif. 
Einen perfekten Überblick über alle Gartensendungen gibt Euch taggenau die Maria Zauberfee hier.
Also – klickt Euch durch. Viel Spaß dabei!