Veränderungen

Liebe Leser,

lasst Euch nicht irritieren – derzeit teste ich mal wieder neue Designs für den Blog. Er braucht ein frisches Aussehen. Also, bitte bleibt dem Fuchs’schen Garten treu und vor allem: Bleibt neugierig 🙂

Eure Füchsin

September

In diesem Jahr haben wir erstmals ne Menge Dahlien gesteckt. Meine Mutti hatte mir welche geschenkt – lieben Dank dafür an die beste Mutti der Welt!!!! – und ein paar wenige haben wir gekauft, weil das Bild auf der Packung so toll aussah. Ja, ja, ich bin empfänglich für ein gut verpacktes Produkt.
Hier nur drei Beispiele unserer Dahlien:
Keine Ahnung, wie diese Dahlie heißt, aber sie blüht und blüht und blüht…
 Von diesem Prachtstück (das Foto ist noch nicht mal besonders gelungen) hatte ich
mir zum Glück die Packung aufgehoben – es ist Sylvia.
 Unbekannt. Blüht herrlich groß und kräftig.

 

Artistin:

 

 Jedes Jahr ist es eine Freude, wie die Insekten sich an den Astern laben.

 

 

Ein schönes Wochenende wünscht Euch
die Füchsin

Straßenbegleitgrün mal anders

Ach ja, das Straßenbegleitgrün. Ohne es geht es nicht – meiner Meinung nach. Das Grün haucht dem Einheitsgrau der Straßen, Fahrrad- und Fußwege Leben ein, erfreut unsere Augen und ist nicht zuletzt Lebensraum für zahlreiche Tiere.

Der Stadtverwaltung passt es nicht, das Straßenbegleitgrün. Zu teuer in der Pflege, außerdem zerstören Wurzeln manchmal die Unterbauten von Wegen. Dass Menschen die Bäume, Rabatten und Sträucher aber auch für die Seele brauchen, spielt oft gar keine Rolle mehr.

Einige Initiativen von umdenkenden Menschen gibt es zwar schon – etwa, wenn alte Saatmischungen ausgebracht oder anspruchslose Kräuter ausgepflanzt werden oder man die Biomasseerträge des Straßenbegleitgrüns zur Energiegewinnung nutzt – doch generell ist die öffentliche Hand eher an der Reduktion des Straßenbegleitgrüns interessiert.

Bei unserem Italienbesuch Anfang Mai dieses Jahres begegnete uns in Trient dagegen sogar grüne Kunst im öffentlichen Raum!

Beim fünf Tage währenden Festival „Fiori, Vie, Palazzi“ gestalten die Floristen der Stadt (wenn ich es richtig gedeutet habe) bestimmte Flächen im öffentlichen Raum, u. a. mit Küchenkräutern.
Temporäre Blumenbeete werden angelegt, Werkstätten für Kinder veranstaltet, Lesungen initiiert etc. Stellt Euch doch mal diese Straße ohne Pflanzen vor – wie eine steinerne Flucht würde das aussehen oder wie sich duellierende Häuserfronten kurz beim Aufeinandertreffen!

 

Ich war geneigt, mich zu verneigen – vor den Pflanzen, den Floristen und dem Trentiner Kulturamt, dass solche Verrücktheiten mitmacht.

 

Im Rathaushof standen Kübelpflanzen und es flatterten bunte Bänder im Winde – herrlich!

 

Das war wohl der Zugang zum Standesamt, geschmückt mit einer äußerst kreativen Installation.

 

Die Bänke waren gern aufgesuchte Rastplätze für ermattete Touristen…

 

 

Trient ist so oder so eine sehr hübsche Stadt und wegen der Studenten auch wunderbar lebendig. Für dieses kleine Fest des Straßenbegleitgrüns bekommt die Stadt von mir einen extra Bonuspunkt 😉

Morgentau

Was für ein Morgen!
Wundervolles Licht und dann dieser Tau…
Die Nostalgie sieht einmalig aus, oder?
 
„Oft habe ich mich zurückgelehnt und mir vorgenommen:
Merke dir diesen Augenblick, vergiss ihn nicht. Denn in ihm
bist du so glücklich und froh. Es wird nicht immer so sein,
also genieße ihn, solange er da ist, erinnere dich seiner und sei dankbar.“

„Morgentau“ weiterlesen

Barockgarten Lichtenwalde

Zwischen Dresden und Chemnitz liegt am Fluss Zschopau der Barockgarten Lichtenwalde. Die parkähnliche Anlage erstreckt sich langgezogen vor dem Schloss, das Mitte der 1720er Jahre errichtet wurde. Der Garten selbst stammt aus dem Jahr 1730.
Seine zweite Blüte erlebte er ab 1954, als er – nachdem er nach dem Zweiten Weltkrieg stark verwildert war – wieder hergestellt wurde. In den 1990er Jahren erfolgte die Rekonstruktion nach den Originalplänen.

 

 

 

Zahlreiche Wasserspiele lassen ein leichtes und beschwingtes Flair entstehen.

 

 

Hainbuchenhecken und große Rhododendren sorgen für immer neue Eindrücke in der pittoresken Anlage.

 

 

 

Die durch das Zschopautal bedingten Höhenunterschiede im Gelände sind mit Treppenanlagen und Brunnen architektonisch gelöst worden.

 

 

Nördlich des Schlosses liegt die Orangerie.

 

 

Auch ein Kräutergarten ist vorhanden.
Und hier noch die wichtigsten Angaben:
Öffnungszeiten und Preis:
Von April bis Oktober geöffnet,
9.30 bis 18 Uhr.
Parkeintritt: 2,00 Euro für Erwachsene.
Hunde sind gestattet.
Adresse für Navi:
Schlossallee 1, 09577 Niederwiesa, OT Lichtenwalde
 
Im Garten selbst gibt es einen rustikalen und guten Imbiss am Konzertpavillon, im Barockschloss ein vernünftiges Restaurant mit regionalen Gerichten. Auch an der Allee kann man sich gut versorgen.

Giardino di Valsanzibio

Es gibt Orte auf dieser Erde, die scheinen einer anderen Zeit entlehnt oder auch in einer Art Parallelwelt zu existieren. Du betrittst diese Plätze, eroberst sie für sich, tauchst in sie ein und verlierst dich in ihnen. Danach spucken sie dich aus, entlassen dich in die Realität und du merkst: Nicht du hast sie erobert, sondern sie haben dich vereinnahmt und behalten auch ein Stückchen von dir.

Ein solcher Ort ist der Garten Valsanzibio. Südlich von Padua gelegen, findest du ihn bei den Eugeianischen Hügeln an der Strada Provinciale 25d im Ort Galzignano Terme. Während du noch im Auto vorbeifährst, ergreift schon das erste Entzücken von dir Besitz, nämlich wenn du das Dianaportal erblickst:

Es lässt dich erahnen, dass hinter ihm Stunden und Minuten belanglos sind und dass es nur der Anfang eines grünen Traums aus dem 17. Jahrhundert ist. Wenn du dein Fahrzeug abgestellt hast, begegnest du am Eingang einer freundlichen Kassenkraft und das ist dann auch mit Glück für die nächste Zeit das letzte menschliche Antlitz, das du hier siehst, denn erstaunlicherweise ist dieser besondere Ort nicht überlaufen.
Auf deinem entrückten Spaziergang beobachtest du die Schwäne im Dianabad und kommst am vierstrahligen Regenbogenbrunnen vorbei, der das Wasser in der Sonne vielfarbig glitzern lässt.
Diese Querachse nimmt den Tallauf des Sankt Eusebius auf, der früher hier für Fischteiche aufgestaut wurde und der dem Gartentraum seinen Namen gab: Val San Zibio.
Der obere Fischteich ist pittoresk gelegen und bietet dir Gelegenheit, auf einer Bank Platz zu nehmen und auf den zurückgelegten Weg zu blicken. Wenn du magst, kannst du darüber nachdenken, wo du hier gelandet bist und was du gerade gesehen hast. Oder du lässt dich einfach fallen. An dieser Stelle würde es dich wahrscheinlich schon nicht mehr überraschen, wenn plötzlich eine Gondel auf dem Wasser schwimmt oder ein festlich gekleidetes Pärchen an dir vorbei schreitet. Du wärst schon jetzt völlig überzeugt, dass dies absolut seine Richtigkeit hat.
Irgendwann betrittst du die Hauptallee, jedoch nur, um links und rechts davon weitere Überraschungen zu entdecken, die dieser Garten für dich bereit hält. Das berühmte Buchsbaum-Labyrinth etwa…
… oder die Kanincheninsel…
…. Du schaust nach rechts und dein Blick verliert sich zwischen den langen Eibenhecken …

 

… Und nach links blickend bist du nun endgültig davon überzeugt, nicht länger auf dieser Welt zu sein oder eine Fata Morgana zu sehen. Schlendern und doch zielstrebig spazierst du auf das Gebäude zu, um vor dessen Erreichen nur von einem weiteren wunderschönen Wasserspiel abgelenkt zu werden.

 

Der Springbrunnen der Verzückung – wie könnte er auch anders heißen? – macht eben das. Er verzückt dich. Du drehst dich, um alle Statuen anzuschauen, entdeckst die beiden Löwenbrunnen, die wasserumspülten Bänke und Stufen. Wer denkt sich so etwas nur aus? fragst du dich. Es war Bernini, Luigi Bernini.

Endlich trittst du an den schmiedeeisernen Zaun, der die Villa Barbarigo vom öffentlichen Garten abscheidet. Auch hier gibt es einen Garten mit formalen Hecken, der ausschließlich den Mietern der Villa zugänglich ist. Ja, die Villa kannst du mieten, doch seien wir ehrlich – du würdest verrückt werden darin, wie die Galerie erahnen lässt. Verrückt, weil es so etwas doch gar nicht geben kann – solche Teppiche an den Wänden, Gemälde, Hunderttausende Bücher. Worte können nicht beschreiben, was den Gast dort erwartet.

 

Nun, irgendwann musst du diesen Ort verlassen und deswegen ist es gut, wenn ein paar irdische Dinge, wie ein Shop und die Werkzeuge des Gärtners, dich daran erinnern, dass du weder im 17. Jahrhundert noch auf einem anderen Planeten angekommen bist.

 

Traumhund im Traumgarten:

 

 

Auf dem Rückweg zum Ausgang noch eine letzte Aufnahme vom oberen Fischteich.

 

 

Und hier noch die Fakten (Stand: Frühling 2014):
Giardino di Valsanzibio
Via Diana, 2
35030 Galzignano Terme Padova
Italien
Der Garten ist täglich von 10 bis 13 Uhr und von 14 Uhr bis zum Sonnenuntergang geöffnet. Hunde sind erlaubt, wenn sie nicht zu groß sind, wenn sie an der Leine gehen und sich benehmen. Wir haben vorher per E-Mail angefragt und schnell eine Antwort erhalten, die ich ausgedruckt und vorgezeigt habe.
Erwachsene 9,50 €; Erwachsene in Gruppen 8,00 €; Jungen bis 14 Jahren 6,00 €; Schüler 6,00 €
e-mail info@valsanzibiogiardino.it
Tel. +39 049 9130042 – Cell 340 082584
PS: Spätestens in der Realität waren wir angekommen, als sich auf dem Parkplatz zwei Tanten lautstark aufregten „Neun Euro fünfzig wollen die hier haben für das bißchen Park!“ und in ihrem Münchner BMW davonbrausten. Auweia!

Spaziergang in Sirmione

Sirmione ist ein sogenanntes „must do“ am Gardasee. Empfehlenswert ist die frühe Anreise, um sich nicht mit Tausenden von anderen Touristen durch die Gassen dieser Halbinsel schieben zu müssen.

Tipp: Parkt nicht gleich auf dem östlichen (rechten) Parkplatz, sondern fahrt noch die 100 Meter weiter, dann kommt links einer, der näher an der Halbinsel liegt.
Für Spaziergänge ist die Altstadt von Sirmione, die praktisch identisch mit der Halbinsel ist, ideal geeignet. Im Parco Pubblico stehen Schatten spendende Bäume, an einem Teil des Sees selbst erlaubt ein Panoramaweg wundervolle Ausblicke. 
Wer es sich leisten kann, übernachtet im „Palace Hotel Villa Cortine“, die Fotogalerie auf der Homepage des Vier-Sterne-Hotels lässt erahnen, wie beeindruckend der große Garten an der Villa sein muss. Wir haben die Chance genutzt, durch das geöffnete Tor zu fotografieren, als gerade ein Gast eingefahren war. Zimmer kosten bis 890 Euro…
Für Maria Callas wären derartige Preise kein Problem gewesen, aber sie hatte gegenüber der Hoteleinfahrt eine eigene Villa:

Der öffentliche Park – er ist in recht gutem Pflegezustand – trägt deshalb ihren Namen.

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende.