Floriade-Glück

In diesem Jahr erregte die Weltausstellung „Floriade“ großes Aufsehen. Eigentlich wollte ich ja mit dem Gatten auch hin. Da das leider nicht klappt, litt ich unter dem Floriade-Blues.

Bei Facebook nahm ich dann mit einem Gartenfoto (hoffe, der Link funktioniert) an einer Verlosung auf dem dortigen Floriade-Portal teil und habe eine schwarze Tasche gewonnen!

Ohne Tasche kein Einkauf.
Chamandi schaut skeptisch.
Nochmal prüfen: „Kann ich so etwas tragen? Steht sie mir?“
JAAAA!
Einen schönen 2. Advent wünsch ich Euch!

Der Floriade-Blues

Eigentlich, ja eigentlich…

…. sollte es heute ab nach Holland gehen und morgen zur Floriade, der Weltgartenausstellung in Venlo. Übermorgen wären die Tuinen van Appeltern dran gewesen – eine Anlage mit 200 Mustergärten.

Nun ist der Gatte erkrankt und liegt bleich und schniefnasig darnieder, und das auch noch am Hochzeitstag. Hach ja. Meinen Frust habe ich jedoch fast überwunden, wobei mir geholfen hat, heute bei Sonnenschein im Garten herumzulaufen und zu beobachten, was sich alles zuträgt im
Herbst im Fuchs’schen Garten

Das Blumenrohr steht Kopf. Was ist da los?
(Sind diese Samenkapseln nicht wunderschön?)
Eine mir unbekannte Pflanze bezaubert mit zahllosen Blüten.
Ist es die Fetthenne? Oder der Magerhahn? Das Blähküken oder der korpulente Kapaun?
 Die ungeliebten dunkelgrünen Sträucher, die den ganzen Sommer lang nur zwecklos rumstanden, haben sich als Astern entpuppt, mit denen ich jetzt unsere Gäste beeindrucke: „Darf ich Dir noch ein Sträußchen mitgeben?“
Hier die violette Variante:
In weiß schmücken sie ebenfalls unseren Garten, außerdem haben wir noch blaue und burgunderfarbene und….
…welche mit Schmetterfanten:

Auch Hummeln und Wildbienen fühlen sich im Garten wohl und stürzen sich kopfüber in die Pollen. Prost!
Beim Landeanflug:
Ein dickes Herbstgewitter mit einem absolut und volle Kanne reinplatzenden Platzregen hat übrigens die Sonne vertrieben. In meinem Herzen ist sie aber wieder.
Tschüss!

Gartenabstinenz

Drei Tage auf Dienstreise, ohne PC, ohne Smartphone. Da besteht Handlungsbedarf, was aber ein anderes Thema ist.

Auf der Zugreise in die Grimm-dOCUMENTA-Stadt Kassel bin ich an vielen mitteldeutschen Gärten vorbeigefahren. Sie eint ein Stilmerkmal: die Gerade. Gerade Wege, gerade Beete, gerade Pflanzreihen. „Menschen, macht’s doch mal rund“ möchte man den Gartenbesitzern aus dem fahrenden Zug zurufen. Naja, es wird schon noch werden.

In den Schlosspark Wilhelmshöhe habe ich es leider nicht geschafft, was ich unbedingt nachholen muss. Wenn Ihr mal in Kassel seid, schaut ihn Euch an, genauso wie die Museen zur Sepulkralkultur, den Gebrüdern Grimm und zu Tapeten (ab 2013). Ansonsten sind die Märchenwälder in der Umgebung von Kassel wirklich märchenhaft…

Ich schaue aus den Fenster auf unseren Garten und denke trotz des verzauberten Hessenwaldes: endlich zu Hause!

Nicht neidisch werden!

In Südeuropa haben die einfach Mehl, Schwein, Glück. In Form von wunderbar groß und gesund gedeihenden Pflanzen. Da wächst der Oleander als Hecke, dort ein Hain mit Zitronenbäumen und schließlich hier die Bougainvillea als Strauch.

2008 in der Türkei aufgenommen
 
Aber wir sollten nicht neidisch sein, sondern diese Pflanzen an fernen Orten einfach genießen.
 
Die Bougainvillea gehört übrigens zu den Wunderblumengewächsen, lateinisch Mirabilis. Ist das nicht eine lustige Bezeichnung? Schlaft gut!


Nur die Harten kommen in den Garten

Erdaustausch für ganz Harte: 100 Tonnen haben mein Gatte und mein Onkel mit einem kleinen Bagger und einer Schippe aus dem Garten in Container geladen. 100 Tonnen hornalter Erde mit Bauschutt und Betonresten, Scherben und und und.

(Im Hintergrund seht Ihr die mittelalterliche Stadtmauer aus roten Ziegeln.)

Das war Anfang April in diesem Jahr, als die Sanierung unseres Hauses grad abgeschlossen war. Und bei uns ist es wie bei den meisten anderen, die ein Haus gebaut oder saniert haben: Die Hütte ist fertig, das Geld ist alle, was also mit dem Garten anstellen?
Die billige Variante, hier neue Erde einzubringen, war, ungesiebte Erde zu nehmen, das heißt mit Kieseln, an denen ich noch Jahre meine Freude haben werde.

(Der große Erdhaufen sieht hier gar nicht so groß aus. Danke an meinen Onkel Acki, der hier gezaubert hat. Vor dem Haus steht unser geliebter Süßkirschbaum, der uns stets früh im Jahr leckeres Obst schenkt.)
Der Gartenplan stand zu dem Zeitpunkt bereits, aber dazu gibt es in den nächsten Tagen einen Extrapost. Eines lernt man ganz schnell, wenn man einen Garten schaffen oder umgestalten möchte: Man braucht Kraft, Durchhaltevermögen und ein Ziel. Sonst wird’s nüscht. 

(Unser Tibetterrier Chamandi im Bagger. Sie ist immer mittendrin, um zu helfen.)
🙂

Es ist ein Dschungel da draußen

Neulich im Garten: Im Rasen hüft und kriecht es. Eine Handvoll winziger Unken, Frösche oder Erdkröten – wer weiß es? – läuft, springt und klettert durch das Gras.
Der Gatte konnte eines der etwa zwei Zentimeter großen Tierchen Aug in Aug auf ein digitales Foto bannen:

Guckt mal, da isser. Der Gatte hat ihn Klaus getauft. Wo Klaus und seine Kumpels hinwollten, hat sich uns nicht erschlossen. Scheinbar ziellos durchquerten sie den Rasen hin und her, ohne irgendwo ankommen zu wollen.

„Es ist ein Dschungel da draußen“ mögen sie sich gedacht haben. Das Zitat stammt übrigens vom hörenswerten Podcast der Guerrilla Marketing Group aus Berlin.

Ich bin froh über jedes Tier, denn irgendwie scheinen wir ja dann mit dem Fuchs’schen Garten etwas richtig zu machen, wenn sich die Kleinen hier wohlfühlen.