Emotionen bei Emo
Für den Besuch des Parks ist Eintritt zu zahlen, der ist mit 1,50 Euro sehr günstig. Der Besuch der Villa kostet derzeit 6 Euro für Erwachsene. Wir haben die Villa selbst allerdings nicht besucht.
Touristische Hölle – kulinarischer Himmel
Ich werde Schelte bekommen für meine Einschätzung zum Örtchen Limone sul Garda, weil diese nicht bedingungslos positiv ist.
Stellt sich der noch nicht in Italien Gewesene eine italienische Kleinstadt vor, würde sie für ihn wahrscheinlich wie Limone aussehen: enge Gässchen, turbulentes Straßenleben, Piazza mit Cafés. Bei unserem ersten Aufenthalt am Gardasee scheuten wir den Besuch in dem Örtchen am Westufer, denn jeder Reiseführer empfahl zwar einerseits, Limone zu erkunden, meist jedoch mit Beisätzen, wie „Im Sommer müssen die Einwohner […] mit täglich bis zu 10.000 Touristen fertig werden, die Limone geradezu überschwemmen.“ „Touristische Hölle – kulinarischer Himmel“ weiterlesen
Alles Gute zum 100!…
… könnte ich mir heute sagen. So ziemlich genau nach zwei Jahren – am 8. Juli 2012 startete ich den Fuchs’schen Garten – ist das hier nun also der 100. Post.
Ein paar ständige Leser habe ich gewinnen können, davon kenne ich den einen oder anderen zwar, aber die Mehrzahl der Leser bleibt anonym. Danke, dass Ihr mitlest.
Verrückte Suchbegriffe führten Internetuser zu mir, in letzter Zeit wird jedoch wenig aufregend am meisten nach „kleinen lila Blüten“ gesucht. Ihr Lieben, im Zweifel ist es Unkraut.
Für mich ist der Blog auch die Möglichkeit, das Vielerlebte im eigenen oder in fremdem Gärten zu fixieren. Zuviel anderer Schnickschnack überlagert oft die Erinnerung an Schönes… Wenn’s hier einmal steht, dann steht’s 🙂
In dem Sinne geht es auch weiter. Gleich werde ich den 101. Post schreiben. Doch erst einmal grüße ich Euch Mitleser und last but noch least meinen Gatten, der mich im Garten und beim Bloggen unterstützt. Danke!
Endlich mal Rohkost!
Die Füchsin und Schrebergärten – eine Liebe auf den zweiten Blick. Ich bloggte mehrfach darüber.
In der vergangenen Woche gipfelte diese schräge Liebe in der zweistündigen Begehung der Jury des Bundeswettbewerbs „Gärten im Städtebau“, das ist DER Kleingärtnerwettbewerb Deutschlands.
Von den Kleingärtnern ist dabei Großes gefragt: Sie sollen Öffentlichkeitsarbeit machen und sich in die Stadt einbinden. Das ist gar nicht so leicht, denn gleichwohl die Anlagen auch mitten in der Stadt liegen und meist ständig zugänglich sind, gilt der Schrebergarten an sich doch eher als persönlicher Hort der Glückseligkeit des Pächters.
Unsere Wettbewerbsteilnehmerin, eine Ende der 1960er Jahre gegründete Anlage mit über 80 Parzellen, ist im Winter als Nachrücker in den Wettbewerb gerutscht. Der Vorsitzende ist Mitte 70, jung verliebt und fuhr eine Woche vor der Jury-Begehung mal glatt eine Woche in den Urlaub. In den letzten Monaten hatte er meine Versuche, ihm Hilfe bei der Vorbereitung anzubieten, stets unbeantwortet gelassen. Er reagierte einfach nicht.
Nach seiner Rückkehr aus dem Urlaub war klar: Es blieben nur noch zwei Tage Zeit und ich musste dem Vorsitzenden klar machen, dass es nichts bringen würden, den Jurymitgliedern zum zehnten Male Schnittchen zu servieren. „Horscht, schaut doch, was Ihr in Euren Gärten habt! Was trägt jetzt Früchte, was blüht jetzt? Das müsst Ihr auf die Tische stellen!“ Der Vorsitzende guckt mich an und verzieht keine Miene. Das wettergegerbte Gesicht bleibt unbewegt. Ich fange an zu zweifeln: Überfordere ich ihn? Bin ich zu forsch? Versteht er mich? Wenn ja, warum sagt er nichts? „Ja, ein paar Schalen mit Kirschen könnte ich hinstellen… Einen Kohlrabi auf dem Tisch dekorieren“ fängt er an Ideen einzubringen. „Genau! Und Ihr habt doch sicher Marmelade im Keller. Dann schneidet einfach etwas Baguette auf und präsentiert Eure Marmelade“.
Die Schalen mit Johannis- und Stachelbeeren, mit Zuckerschoten, Möhrchen, Radieschen und Kirschen waren DER Renner bei der Jury. „Endlich mal Rohkost!“ rief eine Dame, als sie das Obst und Gemüse entdeckte. Alle griffen gerne zu und knabberten die gesunden und frischen Köstlichkeiten aus den Schrebergärten. Viele der anderen Wettbewerbsteilnehmer servierten eben doch die altbekannten Schnittchen und Brötchenhälften oder grillten abends. Macht das mal 14 Tage mit – da geht Ihr auf wie ein Hefekloß und selbst die leckerste Thüringer Bratwurst schmeckt am fünften Tag hintereinander nicht mehr wirklich gut.
Ein I-Tüpfelchen setzte Horscht dann mit seiner Marmeladenverkostung. Etwa zehn verschiedene Fruchtkonfitüren, u. a. Kürbis und Hagebutte, standen auf dem Tisch und am Ende der zweistündigen Begehung war das Baguette vernascht 🙂 Auch, wenn diese kulinarische Abwechslung nicht in die Bewertung eingeht – da sollen Senioren- und Tafelgarten, Naturlehrpfad und die Zusammenarbeit mit den Kindereinrichtungen punkten – war es wohl für die siebenköpfige Jury eine erfreuliche Überraschung auf ihrer anstrengenden Tour durch Deutschland.
Zum Wettbewerb gibt es eine informative Homepage und sogar ein Online-Reisetagebuch.
Giardino di Palazzo Bettoni Cazzago in Bogliaco di Gargnano
Schöner Wohnen. Ein Privatanwesen der atemberaubenden Art entdeckten wir an der Via della Libertà zwischen Limone und Gargnano.
Ohne den Zebrastreifen würden man an der doch recht gut befahrenen Straße wohl lange auf die Möglichkeit zur Überquerung warten. Durch den offenen Türflügel konnte man in das Vestibül des Palazzo schauen. Bemalte Wände und eine Kutsche waren zu sehen, alles schien bewohnt, dabei aber nicht abgehoben oder versnobbt.
Laut Internet wird der Palast heute noch als Sommerwohn- und Unternehmenssitz der Grafenfamilie Bettoni Cazzago genutzt, die Weine und Olivenöle produziert. Graf Carlo Bettoni Cazzago soll um 1760 die Treibhäuser für Zitronen erfunden haben, die heute noch an den Hängen des Westufers des Gardasees zu finden sind.
Garten am Kapitänspalast in Malcesine
Malcesine am Ostufer des Lago di Garda zählt wohl zu den bekanntesten Orten am See. In der Vor- oder Nachsaison wird man sich dort am ehesten wohlfühlen, da es im Sommer sehr voll wird.
Möchte man dem Trubel des netten Touristenörtchens entkommen, sollte man den Palazzo dei Capitani, also den Kapitänspalast in der Nähe des Corso Garibaldi aufsuchen.
Gegenüber einer Front von Lädchen und inmitten des Trubels aus bunten Reisegruppen ist das Portal des Palastes leicht zu übersehen. Doch findet man es und betritt das mittelalterliche Gebäude, kommt man schnell zur Ruhe, vor allem, wenn man das Gärtchen im Hof des Palastes erblickt.
Direkt am Ufer des Gardasees gelegen, befand sich hier früher die Anlegestelle für den Kapitän, heute noch an der Öffnung in der zinnenbewehrten Mauer und an den zum See führenden Treppen erkennbar.
Nur am Rand sei erwähnt, dass auch hier an den Buchsbaumhecken die Spuren des Zünslers zu finden waren.
Der Kapitänspalast ist kostenfrei zu betreten, in einem Raum war außerdem eine Kunstausstellung zu sehen.
In einem kleinen Seitenbereich des Hofes gibt es eine einfache gastronomische Versorgung.
































