Plan B

Puh, Gartenplanung! So, wie der Garten jetzt aussieht, kann er nicht bleiben. Zwar ist er für sein junges Alter ganz ok, muss aber auf jeden Fall optimiert werden. Die Wintermonate sind dafür eigentlich günstig, nur tu ich mich schwer mit einer vernünftigen Planung. Diverse Online-Planer überfordern mich, weniger wegen des technischen Anspruchs als vielmehr wegen der Zeit und des Ergebnisses. Irgendwie sehe ich den Sinn nicht, digitale Bodenbeläge festzulegen und Bäume hin- und herzuschieben. Vielleicht bin ich altmodisch, doch ich werde wohl mit Lineal und Buntstiften arbeiten…

So will ich vorgehen:

  1. Vermessen und Pflanzenbestand aufnehmen. Dabei in Hundekacke treten, fluchen und nicht wissen, welche Aster jetzt blau und welche violett war. Heute erledigt.
  2. Überlegen, welche Art Garten ich eigentlich möchte. (Bis jetzt kommen Barock- und Bauerngarten zusammen, was irgendwie krude ist.)
  3. Suche nach Beispielen in Gartenmagazinen oder online, z. B. hier und hier. Sinnvoll ist auch die Beschäftigung mit historischen Gärten.
  4. Drauflos zeichnen. Manuell, nicht online.
  5. Umsetzen. Ab Frühling. Mit Gatten.
Neues Jahr, neue Ideen, neuer Garten? Mal schauen. Euch wünsche ich zumindest ein gesundes Jahr 2013 und viel Spaß, in welchem Garten auch immer 🙂

Frost Mahlzeit!

Stellt Euch vor, es sind minus 15 Grad und Ihr habt seid eine Meise. Was würdet Ihr am liebsten fressen? Ich dachte ja, dass ein roter, dekorativ in den Kirschbaum gehängter Apfel nicht nur schön ausschaut, sondern die kleinen Wintermeisen auch auf das köstlichste versorgt. Bis mein Mann mich fragte, ob ich mir denn darüber im Klaren sei, dass die Vögel schwerlich an einem gefrorenen Apfel rumhacken werden. Ich murmelte dann noch irgendwas von Apfeleis zu ihm, dachte an mein Hass-Fach Physik und schwärmte von dem wunderbaren Rot des Apfels.

Mit Erstaunen beobachtete ich dagegen kürzlich, wie eine Meise sich über den nicht abgeernteten Salbeistrauch in unserem Garten hermachte. Mit Ausdauer und Wonne pickte sie sich von vorne nach hinten durch den noch recht dicht belaubten Kräuterbusch und genoss die würzigen Blätter. Vielleicht hatte sie eine Halsentzündung, gegen die soll Salbei ja helfen (hilfreicher Link zu Anwendungsgebieten dieses Krauts).

Mehrere Blogger zeigten, welches Futter den Piepmätzen wirklich schmeckt und was zudem noch gut aussieht, wie Claudia von „Idea & Inspirations“ hier und Anne mit ihrem sehr schönen „majoRahn“-Garten hier. Viel Spaß beim Nachmachen!

Floriade-Glück

In diesem Jahr erregte die Weltausstellung „Floriade“ großes Aufsehen. Eigentlich wollte ich ja mit dem Gatten auch hin. Da das leider nicht klappt, litt ich unter dem Floriade-Blues.

Bei Facebook nahm ich dann mit einem Gartenfoto (hoffe, der Link funktioniert) an einer Verlosung auf dem dortigen Floriade-Portal teil und habe eine schwarze Tasche gewonnen!

Ohne Tasche kein Einkauf.
Chamandi schaut skeptisch.
Nochmal prüfen: „Kann ich so etwas tragen? Steht sie mir?“
JAAAA!
Einen schönen 2. Advent wünsch ich Euch!

Bund, bunt, bunt sind alle meine…

… Kapuzinerkresseblüten.
Hier ein paar Eindrücke von der letzten Kapuzenbutterproduktion meines Gatten. 

 Erst alles ganz fein hacken, sowohl die Blüten als auch ein paar von den jungen Blättern.
Dann mit weicher Butter vermengen, mit Salz, Pfeffer und frischem Knobi abschmecken und in Portionsförmchen einfüllen. Bestens eignen sich dafür die Mini-Eisbecher-Förmchen des arabischen Lebensmittelhändlers Al Di und – man mag es kaum glauben – aus einem Stück Butter bekommt man nur zwei dieser Förmchen voll. Der Aufwand lohnt sich aber wirklich, denn die Butter ist richtig lecker!
Probiert es einfach aus!

Der Floriade-Blues

Eigentlich, ja eigentlich…

…. sollte es heute ab nach Holland gehen und morgen zur Floriade, der Weltgartenausstellung in Venlo. Übermorgen wären die Tuinen van Appeltern dran gewesen – eine Anlage mit 200 Mustergärten.

Nun ist der Gatte erkrankt und liegt bleich und schniefnasig darnieder, und das auch noch am Hochzeitstag. Hach ja. Meinen Frust habe ich jedoch fast überwunden, wobei mir geholfen hat, heute bei Sonnenschein im Garten herumzulaufen und zu beobachten, was sich alles zuträgt im
Herbst im Fuchs’schen Garten

Das Blumenrohr steht Kopf. Was ist da los?
(Sind diese Samenkapseln nicht wunderschön?)
Eine mir unbekannte Pflanze bezaubert mit zahllosen Blüten.
Ist es die Fetthenne? Oder der Magerhahn? Das Blähküken oder der korpulente Kapaun?
 Die ungeliebten dunkelgrünen Sträucher, die den ganzen Sommer lang nur zwecklos rumstanden, haben sich als Astern entpuppt, mit denen ich jetzt unsere Gäste beeindrucke: „Darf ich Dir noch ein Sträußchen mitgeben?“
Hier die violette Variante:
In weiß schmücken sie ebenfalls unseren Garten, außerdem haben wir noch blaue und burgunderfarbene und….
…welche mit Schmetterfanten:

Auch Hummeln und Wildbienen fühlen sich im Garten wohl und stürzen sich kopfüber in die Pollen. Prost!
Beim Landeanflug:
Ein dickes Herbstgewitter mit einem absolut und volle Kanne reinplatzenden Platzregen hat übrigens die Sonne vertrieben. In meinem Herzen ist sie aber wieder.
Tschüss!

Gartenabstinenz

Drei Tage auf Dienstreise, ohne PC, ohne Smartphone. Da besteht Handlungsbedarf, was aber ein anderes Thema ist.

Auf der Zugreise in die Grimm-dOCUMENTA-Stadt Kassel bin ich an vielen mitteldeutschen Gärten vorbeigefahren. Sie eint ein Stilmerkmal: die Gerade. Gerade Wege, gerade Beete, gerade Pflanzreihen. „Menschen, macht’s doch mal rund“ möchte man den Gartenbesitzern aus dem fahrenden Zug zurufen. Naja, es wird schon noch werden.

In den Schlosspark Wilhelmshöhe habe ich es leider nicht geschafft, was ich unbedingt nachholen muss. Wenn Ihr mal in Kassel seid, schaut ihn Euch an, genauso wie die Museen zur Sepulkralkultur, den Gebrüdern Grimm und zu Tapeten (ab 2013). Ansonsten sind die Märchenwälder in der Umgebung von Kassel wirklich märchenhaft…

Ich schaue aus den Fenster auf unseren Garten und denke trotz des verzauberten Hessenwaldes: endlich zu Hause!