Hruska, Heller, helle Freuden I

Giardino Botanico Arturo Hruska
Botanischer Garten André Heller
Ihr Lieben, am Gardasee gibt es für Hundebesitzer und Gartenfreunde ein Ziel, das man gesehen haben muss. Den botanischen Garten von Artur Hruska, ab 1901 angelegt, der mittlerweile von einer Stiftung des Künstlers André Heller unterhalten wird.
Für Euer Navi: Via Roma 2, Gardone Riviera
Der Ort liegt am Ostufer des Gardasees und der Garten ist gut ausgeschildert.
Genug Parkplätze sind vorhanden.
Aufgrund der Vielzahl der Eindrücke, die sich auf dem eigentlich recht kleinen Grundstück ergeben, werde ich diesem Besuch mehrere Posts widmen.

 

 Auf dem Grundstück herrscht ein feucht-warmes Binnenklima, das durch etliche künstliche Bäche und Teiche erhalten wird und die üppige Vegetation begünstigt.
Wir waren Anfang Mai dort, relativ früh am Morgen.
Insofern hielt es sich mit Besuchern in Grenzen, auf den schmalen Wegen kann es in der Hochsaison sicher eng werden.

 

 Die Wegeführung und die unterschiedlichen Höhenniveaus verschaffen dem Besucher ständig neue Eindrücke, ergänzt von der abwechslungsreichen Bepflanzung – etwa 500 Arten sollen hier vertreten sein.

 

Nun lasse ich erst einmal diese Eindrücke auf Euch wirken. Mehr gibt es im nächsten Post, doch hier noch ein paar wichtige Informationen für Euren Besuch:
Von März bis Oktober von 9 bis 19 Uhr geöffnet.
Der Eintrittspreis betrug im Mai 2013 pro Person 10 Euro.
Der Zutritt mit Hund war gestattet.

 

Nomen est omen?

Dinge auch mal anders sehen… Lampenputzergras… Scheinähre von oben… Ach, denkt bitte bloß nicht, dass ich schlau bin! Wie der Bloguntertitel verrät, hab ich keine Ahnung vom Gärtnern! Doch das Internet hilft wieder einmal weiter und zwar insbesondere der Artikel über das Lampenputzergras. Die Ähre ist also gar keine, sondern scheint nur so.
Wir haben das Gras nun seit etwa drei Jahren neben dem Kompost stehen. Nun ja, da war halt Platz und den eigentlichen Fuchs’schen Garten gab es damals noch nicht. Aber eben diese Schenkung und insofern musste eben eine Stelle gefunden werden. Am Tag bekommt das Gras dort nur etwas Sonne, steht meistens im Schatten, gedeiht aber prächtig. Im Frühjahr haben wir für eine Kollegin mal etwas abgestochen und das hat der Staude richtig gut getan.
Mit den langen Scheinähren könnt Ihr wunderbar dekorieren, zum Beispiel lockern sie Blumensträuße auf oder bilden wunderschöne Kränze. Nach einer Weile bröseln jedoch die tatsächlichen Ähren aus, auf ein bisschen Krümelei solltet Ihr also gefasst sein. Insgesamt ist das Lampenputzergras – das meiner Ansicht nach eigentlich Flaschenputzergras heißen sollte, aber der Name ist ja durch den „Zylinderputzer“ besetzt (blickt Ihr noch durch???) – also eine pflegeleichte und schmucke Staude für jeden Garten.
Schönes Wochenende noch!

Schoki!

Keine Schokoladenblume, sondern eine Schokoladen-Kosmeeeee. Ein herrlich klingender Name, oder? Und nun schaut Euch mal diese Blüte an:

Diese Kosmee habe ich – ohne zu wissen, dass es eine ist – im örtlichen Gartencenter mitgenommen. Ja, mitgenommen. Sie stand auf dem Regal hinter den Kassen, auf dem alle die Pflanzen Platz nehmen, die es nicht mehr in den Verkauf schaffen.

Ohne Topf, nur mit dem Erdballen, lag sie da herum, ganz schnöde hat man sie abgelegt. Bei uns fand sie Platz in einem Topf, in dem sie sich wohlfühlt und wunderbar wächst. Sie bekommt einen halben Tag Sonne und blüht sogar jetzt noch. Vor Frösten muss man die Knolle allerdings schützen und aus der Erde nehmen. Kühl gelagert, kann die Knolle im nächsten Frühjahr wieder eingepflanzt werden.

Bei der Bestimmung halfen mir die liebe Ina, die hier bereits als Buchschenkerin Erwähnung fand, und deren Mutter, welche über telefonische Ferndiagnose die Identität der floralen Schönheit feststellte. Danke nochmal, Ihr Lieben!

Stabile Stützstäbe

Eine unserer Lieblingsnutzpflanzen im Garten ist das Bambusgras.
Am Ende der Vegetationszeit im Herbst ernten wir die kahlen Stäbe und können sie im Garten zum Stützen von vielen bis etwa 1,50 Meter großen Pflanzen einsetzen.
Hier seht Ihr unser Fuchsien-Hochstämmchen. 
 Es muss natürlich bei nächster Gelegenheit verschnitten werden, aber das ist ein separates Thema.

Die Stäbe hat der Gatte verschränkt zwischen die Zweige der Fuchsien gefädelt und unten in die Erde gesteckt.  

Zur Fixierung könnte man die Stäbe am schmalsten Punkt mit einem weichen Band oder Gummi verbinden. 

Probiert es einfach aus.

Was’n das?

Eine Woche mal nicht in den Garten geschaut und schon wächst zwischen Buchsbaumstecklingen und Veilchen etwas, das nun nicht gerade ungefährlich aussieht. Man ahnt schon: Eine Blume für die Vase kommt da nicht zum Vorschein, mit spitzen, gezackten Blätter und einer sich aus dem Stängel herausschraubenden Blüte.

Ein paar Minuten im Internet herumgesucht und schließlich herausgefunden – der Gemeine Stechapfel ist in unserem Garten gelandet. Oder? Ich denke, er ist es. Giftig von oben bis ganz unten, bis zur Wurzel nämlich! Also muss er raus und wird unseren Garten wieder verlassen. Darf man eigentlich so eine hochgiftige Pflanze auf den Kompost geben? Die Wärme dort müsste ja diese toxischen Verbindungen zerstören, oder? Chemie war nie mein Fall…

Kapuze in Gefahr!

Im Sommer haben wir uns noch über die vielen weißen Falter in unserem Garten gefreut – die Kohlweißlinge flatterten fröhlich von einer Blüte zur nächsten.

Doch nun schaut Euch das an:

Die Raupen des Kohlweißlings fressen unsere Kapuze auf! Kaum, dass sie sich entlang des Bambusgestells hochgerankt hat und die Blattläuse endlich auch von ihr gelassen haben, begann das große Fressen. Unser Plan, einen Kapuzinerkresse-Butter-Vorrat für den Winter einzufrieren, droht kläglich zu scheitern, wenn die Biester so weitermachen.

Bekämpfen möchte ich die Raupen nicht. Man kann auf Vögel und Schlupfwespen hoffen, die die Raupen ihrerseits als Nahrung nutzen, und so das Problem biologisch lösen.