Lost in Sommacampagna

Der Gatte und ich reisten nicht unvorbereitet an den Gardasee, zu viele Stunden hatte ich mit der Suche im Internet nach Gärten und Parks in der Gardasee-Region und in Venetien verbracht.

Gleich der erste Ausflug erwies sich aber als Geduldsprobe. In Sommacampagna, einer Kleinstadt nahe des Flughafens Verona, sollte – laut Homepage des Verona-Tourismus http://www.tourism.verona.it/ – der öffentliche Park der Villa Venier in der Via Carlo Alberto 1 liegen.

Wir sind also losgefahren und unser Navi führte uns brav in die Via Carlo Alberti. Bei der Hausnummer 1 handelte es sich jedoch offensichtlich um das Rathaus, das auch in einer wunderschönen Villa untergebracht war, jedoch nur über einen kleinen Garten verfügte und also nicht unser eigentliches Ziel sein konnte. Es waren Bürgermeisterwahlen, Gesang schallte aus den Rathausfenstern und nach dem ersten Tag Italien sprach ich noch nicht annähernd gut Italienisch, um nach dem Weg zu fragen. Also hielt ich meinen Adresszettel einer Dame in der Gelateria am Markt hin und wir versuchten, aus der dann von ihr sehr ausführlich und sehr freundlich formulierten (italienischen!) Wegbeschreibung schlau zu werden. Und ja, es gelang. Die Villa Venier ist nämlich innerhalb des Ortes recht gut ausgeschildert, das hatten wir aber bei unserer Fahrt in den Ort vor Nervosität einfach nicht beachtet.

Die richtige Adresse ist also: Via 2 Giugno, 37066 Sommacampagna VR. Es gibt vor der Zufahrt zur Villa einen Parkplatz und ein großes Verbotsschild.

 

Wir haben das mit dem Hund wie folgt gedeutet: Ohne Halsband dürfen Hunde nicht in den Park. Also haben wir Chamandi das Halsband angelegt und betraten unseren ersten italienischen Park in 2014. Es folgte recht schnell die Erkenntnis: Park + Italien = nicht per se ein Genuss. Warum?

Der Pflegezustand war eher unterdurchschnittlich.

Was mag diesem Baum passiert sein?

Wieso stellt man diesen Lichtmasten mitten auf den Platz? Es scheint sich um einen Park zu handeln, der von der Kommune als öffentliche Veranstaltungsfläche genutzt wird. Dagegen ist nichts zu sagen, aber die Anlage wirkte unaufgeräumt und schlecht in Schuss.

Die Bewässerungsgräben vermüllen.

Dabei gibt es so nette Details zu entdecken, wie diese Pferdetränke. Räusper – und den Verteilerkasten!

In den Nebengebäuden im Hof der Villa hausen jede Menge Tauben. Die Toiletten, in die man durch geöffnete Türen schauen konnte, wollte ich weder aus der Nähe sehen noch für diesen Blog fotografieren.

Fazit: Den Park der Villa kann man besuchen, muss man aber nicht. Ihr verpasst nichts, wenn Ihr nicht dort wart!
Damit haben der Gatte und ich den berühmten Griff ins Klo gleich am Beginn unseres Urlaubs abgehakt. Danach hatten wir nur noch schöne Gartenerlebnisse und über die blogge ich dann demnächst 🙂

 

Samstag im Garten

Nähen wollte ich heute und bin doch im Garten geblieben. Habe wunderschöne Entdeckungen gemacht:

Eine Schnecke erkundet die Dreimasterblume.
Neue Hauswurzsorten Mittagsblumen aus Italien.

Und hier wachsen die Hauswurze aus dem letzten Jahr,
darunter auch einheimische und ein Geschenk von
der lieben Nachbarin Jana. Danke, Jana!

Die lila Schwertlilien sind größer als meine Handspanne…

 … und hier erkennt man super, warum sie auch
Bartiris heißen 🙂

„Christiana“, eine recht junge Kordes-Züchtung,
blüht herrlich und duftet leicht nach Zitrus

„Nostalgie“ ist beim Aufblühen

 Endlich blühen die weißen Päonien, nachdem
wir sie vor 2 Jahren umgesetzt hatten. Die roten
zieren sich allerdings immer noch.

Pause auf der Liege. Hund Chamandi lauscht den Vögeln und
ob in der Gasse an der Stadtmauer ein Mensch oder Hund
vorbeigeht.
Sie fiel auf meine Schulter und dann ins Gras.
Ein Schlehen-Bürstenspinner, der als Raupe aufregender
aussieht als später als Falter.

Und hier noch ein italienisches Sedum.??
Früher fand ich den Hauswurz langweilig, aber mittlerweile
kann ich die Begeisterung des Gatten für die vielen
Sorten teilen.

Schönes Wochenende für Euch!
Eure Füchsin

Irre, die Irissen

Während der Gatte und ich in Italien weilten, wuchs hier der Garten wie irre. Inzwischen sind die Stauden teilweise schon riesig, wie etwa die Spornblume und der Lavendel.
Auch die verschiedenen Irissen (heißt das so?) blühen fast alle schon prächtig:

Ein Geschenk von Brunhilde. Vielen Dank, die Farbe ist bezaubernd.

 Ein Geschenk von Katrin. Die Blüten sind so herrlich blau, sehen sie
hier nicht aus wie Seide?

Auch diese zweifarbige Schönheit überließ uns Brunhilde.

Seit mittlerweile drei Jahren wächst eine Reihe gelber Iris‘
bei uns und fühlt sich pudelwohl.

Die Ecke der liegengebliebenen Baumaterialien hatte ich 2013
erstmals etwas verschönert. Wenn die Pflanzen gewachsen sind,
sieht der Platz natürlich noch besser aus.

Der Gatte hatte die Idee, die Schale mit dem Sedum zu verschönern.
Schaut doch originell aus, oder?

Irgendwie sieht der Garten von oben ziemlich wild aus.
Vielleicht erkennt Ihr das Wegekreuz oben rechts, wo die Hainbuchenlaube
entstehen soll.
Der Trittkräuterpfad schlängelt sich durch die Stauden, muss aber noch
in die Breite wachsen.
Es gibt immer noch viel zu tun…

Demnächst werde ich hier ein paar von unseren italienischen Gartenerlebnissen verbloggen – wir haben nämlich ganz schön viel erlebt 🙂

Bodenverbesserung

Unser Boden ist ja ziemlich Mist, also er ist schlecht. Das haben wir kürzlich durch einen Bodentest herausgefunden.

Also haben wir heute unseren Komposter um eine Schubkarre seines Inhalts erleichtert. Der Gatte streute gleich mal Hornspäne drauf, die ich dann flott unterhob.



Anschließend brachte ich die Mischung eimerweise auf das Staudenbeet und verteilte sie dort.
Die Amsel freute sich über die flüchtenden Kellerasseln und Regenwürmern, und morgen, ja morgen kann der Regen das Übrige tun und die Nährstoffe in unseren schlechten Boden spülen. Auf, dass sich unsere Stauden noch besser entwickeln. 🙂

Schönen Ostermontag noch für Euch!

Gäschänkäää ;-)

Ihr Lieben,

lange nicht gebloggt. Dafür gegärtnert und genäht. Und ein Salongespräch im Gartensalon veranstaltet.

Einige Gäste haben unerwartete Geschenke mitgebracht:

Die freundliche Isabell, rokokoverrückte 😉 Kunsthistorikerin, beehrte mich mit edlen Bachpfeifen, einer Schokoladenspezialität aus Leipzig, und mit einem Werkzeugset, das ich mir bisher noch gar nicht traue, wirklich zu nutzen. Zu schön sieht es aus.

Ina, meine Freundin aus Fortbildungszeiten, verehrte uns einen handgemachten Holunderlikör. Jeder, der ihn schon einmal selbst machte, weiß: Es ist eine Heidenarbeit, die Rispen abzupiepeln und man hat irgendwo garantiert tiefviolette Flecken, die niiiiie wieder rausgehen. Aber er ist einfach superlecker und richtig gesund. Mehr als drei würde ich davon allerdings nicht trinken – der Hollerlikör wirkt, nun ja, anregend auf die Verdauung.

Das Buch „Magisches Gartenjahr“ habe ich von Sylvia bekommen, der warmherzigen Mutter einer guten Freundin, und es wird auch einmal hier im Blog rezensiert werden, außerdem bekam ich von der passionierten Köchin und Gärtnerin einen Bonsai-Rosmarin…

Vom Winde verweht. Heute stürmt es hier.

… und einen mir bis zum Salongespräch völlig unbekannten Strauch, nämlich einen Zwergflieder.

Syringa meyeri ‚Palibin‘
Es beschämt mich fast, welche herzlichen und wohlüberlegten Geschenke wir da erhalten haben. Nochmals vielen Dank dafür!
Schöne Ostern!
Eure Füchsin

‚Was für’s Herz!

Heute seht Ihr ‚was für’s Herz,
nämlich einfach schöne Pflanzenfotos.
Ein großer Dank an den Gatten, der sich heute in der Mittagspause 
mit der Kamera auf in den Garten machte!
Iris Barbata-Nana ‚Petit Polka‘
Zwerg-Iris

Scilla mischtschenkoana (= tubergeniana)
Persischer Blaustern

Eine Primel, die seit etwas mehr als zwei Jahren an dieser Stelle wächst.

Der Kirschbaum ist wundervoll:
Ein weißes Dach (weil wir ihn noch nicht verschnitten haben),
voller Gesumm…

 Die geschenkte Christrose blüht noch herrlich.

Das Leben verlagert sich schon wieder in den Garten
kein Wunder bei mehr als 20 Grad Celsius…
Eine schöne Woche wünscht Euch
die Füchsin

Boden bitte besser!

„Kostenlose Bodentestaktion“ warb der Handzettel im örtlichen Garten-Center. Einen Liter Gartenerde sollte man mitbringen. Dass unsere nicht die beste Qualität hat – trotz des Projektes Erdaustausch – wussten wir, schließlich war sie ungesiebt.
Die Bodentesterin brachte es mit kurzen Worten auf den Punkt: sandig und nährstoffarm. „Da hält das Wasser nicht lange!“ Die kompetente Beratung der Dame, die erfreulicherweise nicht versuchte, uns etwas aus der Produktpalette ihrer Arbeitgeberfirma aufzuschwatzen, hat den Gatten und mich wirklich beeindruckt.

Na wenigstens der ph-Wert stimmt…
Die Lösung für das Staudenbeet: im Frühling Kompost mit Hornspänen aufbringen. Für das Gemüsebeet darf es etwas aufwändiger sein. Im Herbst wird Grün-Dung/Gründünger ausgebracht, indem man Schmetterlingsblütler aussät, vor der Samenreife mäht und liegen lässt oder untergräbt.

Für uns heißt es nun also, die negative natürliche Bodenfruchtbarkeit durch Düngung in positive erworbene Bodenfruchtbarkeit umzuwandeln. Die Universität Münster hat zum Thema Boden übrigens eine eigene sehr lesenswerte Internetseite (hypersoil.uni-muenster.de) erstellt.

Schönes Wochenende!