Farbenrausch

Neues Gartenkonzept: Vier Farbabteilungen auf dem langen Beet. Blaue Stunde. Pretty in Pink. Wolkenweiß. Sonnengelb. Dabei stehe ich doch gar nicht auf Pink und Gelb. Ausgerechnet in diesen Farben gibt es nun aber allerlei Gewächse und viele sind sogar schön oder originell oder beides.
Die Entscheidung für den Farbenrausch ist also endgültig. Für diese Saison. Nun gilt es, das Vorhandene mit neu Erworbenem, Geschenktem und im Schuppen Gefundenem so in die Erde zu bringen, dass vom Frühjahr bis in den späten Herbst hinein immer etwas blüht.

Jetzt blüht:
Jasmin

Stiefmütterchen

??? Erst gekauft und doch schon wieder den Namen vergessen.

 Blaues Gänseblümchen 
 Eine Art Vergissmeinnicht 
Auch hier muss ich nochmal den Namen checken.

 Was ist das? Wächst am Grab unseres alten Merlin-Hundes
und sieht soooo zauberhaft aus.
 Doppelhörnchen/Elfensporn (Was für ein Name!)
 Akelei
  Doppelhörnchen/Elfensporn

 Grasnelke
  Doppelhörnchen/Elfensporn
 Primel

 Stiefmütterchen
Stiefmütterchen

 Husarenknopf


Wir sind im Farbenrausch!

Es ist ein Kraut gewachsen!

Wisst Ihr, das Wichtigste in einem Garten sind eigentlich die Kräuter. Sie helfen gegen allerlei Leiden, würzen fast alle Speisen und schauen im besten Falle auch noch hervorragend aus.
Deswegen war ich auch überglücklich, dass der Waldmeister wieder erschienen ist.
Schaut mal…
Er enthält Cumarin (das macht ihn in großen Dosen etwas gefährlich) sowie Gerb- und Bitterstoffe.
In der richtigen Menge würzt er Bowlen und Limonaden.
Auch die Veilchen eignen sich wunderbar zum Verfeinern von Limonade oder Sekt. 
Für Veilchenzucker einfach 30 g getrocknete Veilchenblüten mit 100 g Zucker mischen und in der Küchenmaschine zerkleinern. 
Nicht so farbintensiv, aber wohlschmeckend, heilend bei Lungenleiden und im Beet als Polster eine Augenweide – der Feldthymian. Für Duftpfade im Garten ist er der perfekte „Belag“.
Der gelbe Verwandte ist der Zitronenthymian. Reibt man die Blättchen zwischen zwei Fingern ist schnell der typische Geruch bemerkbar. Fischgerichte und Obstsalate gewinnen durch den Einsatz dieses Heilkrauts.
Ganz unscheinbar sieht der Liebstöckel noch aus. Im Jahreslauf wächst er auf eine erstaunliche Größe heran und seine Stängel werden bis zu vier Zentimeter dick. Kocht man mit Liebstöckel (ich benutze ihn am liebsten getrocknet), kann man die Verwendung von Salz sparen. 

Ganz winzig ist auch noch die Pfefferminze. Erfrischend wirkt sie in kubanischen Mixgetränken, aber auch in Limonade. Ein großes Glas Tee am Abend macht glücklich! Dafür kann man frische Blätter nehmen, aber man sollte im Sommer stets viele Blätter ernten und trocknen, um über den Winter zu kommen.

Auch er hat es ohne zu Murren über den Winter geschafft und – wie berichtet – dann sogar als Vogelfutter gedient: der Salbei vom Opa Martin. Als nächstes möchte ich mal Rote-Beete-Gnocchi in Salbei-Butter kochen.
Schönen Sonntag noch!

Zwiebel-Wahn

18 Grad Celsius, Sonnenschein, nun hat’s der Frühling auch nach Nordsachsen geschafft. Ich verfiel heute prompt dem Zwiebel-Wahn. Vor geraumer Zeit habe ich beim bekannten arabischen Händler Al Di zwei Körbchen mit je 50 farblich sortierten Blumenzwiebeln von Garden Feelings® erstanden, einmal die Kollektion „Purpur“ mit Gladiolen, Dahlien, Liatris und Triteleia, und dann die Kollektion „Rosa“ mit Gladiolen, Dahlien, Lilien und Alium.

Diese 100 Zwiebeln habe ich heute eingebracht, außerdem die schon bestehenden Blumen teilweise umgesetzt, so dass sich meine hier bisher noch nicht kundgetane Idee von den farbigen Abteilungen auf dem großen Beet hoffentlich langsam verwirklicht. Eine kleinwachsende, burgunderfarbene Aster habe ich in die rot-rosafarbene Abteilung gesetzt, den Storchschnabel und eine Rose auch, das Edelweiß musste Richtung „Weiß“ umziehen usw.

Außerdem habe ich entdeckt, dass die Blumenzwiebeln, die ich im vergangenen Frühjahr vor dem Erdaustausch gerettet hatte, im dunklen Winterquartier tatsächlich austreiben! Eigentlich gibt s das gar nicht, denn gerade Schneeglöckchen vertragen es überhaupt nicht, wenn sie lange irgendwo uneingepflanzt herumliegen. Vom Gatten musste ich mich deshalb in den letzten Monaten öfter schelten lassen. Heute habe ich diese Zwiebeln schließlich kleinlaut eingepflanzt und hoffe, dass sie uns im nächsten Jahr wieder erfreuen werden.

Es blüht!

Jaja der Winter, der hat’s ja grad auch nicht leicht, denn allerorten wird auf ihn geschimpft und er wird dahin gewünscht, wo der Pfeffer wächst. Da ist’s ja schließlich warm und er wär‘ ganz schnell weggeschmolzen  Ach, genießt doch noch etwas die vergängliche gefrorene Winterpracht und erfreut Euch stattdessen an den fröhlich und wunderschön vor sich hinblühenden Zimmerpflanzen und Schnittblumen.

Hier nun meine bunte Aufmunterungsparade:

Fangen wir mal krachend-rot an. Die Amaryllis blüht in vier riesengroßen Blüten.
Und das, obwohl wir uns nie an die Pflegeanleitung halten. Wer das anders machen möchte, findet bei www.mein-schoener-garten.de eine gute Pflegeanleitung für das ganze Jahr, deren Einhaltung die südafrikanische Zwiebelpflanze sicher dankt.
 Auch aus Afrika stammen eigentlich die Freesien, neben den Ranunkeln meine Lieblingsblumen, weil sie einfach herrlich duften – zu mindest die farbigen Sorten. Das Wasser in der Vase lieber nachgießen statt gänzlich frisch einfüllen, dann halten die zarten Freesien länger.
 Ursprünglich aus Asien und Afrika stammen auch die Tulpen, die man in so vielen Farben und Blütenformen erhält. Das die Dinger in der Vase immer so abgehen, also wachsen, soll angeblich ein Schnitt in den Stängel verhindern. Bei mir klappt das nicht – sie wachsen trotzdem gefühlte zehn Zentimeter über Nacht. Ein spannendes Kapitel ist der TULPENWAHN, das Lesen des Wikipedia-Artikels lohnt sich.
 Ein Geschenk war dieses Arrangement mit einer gelb blühenden Kalanchoe (wen wundert’s: stammt auch aus Afrika) und einer Keine-Ahnung-was-das-ist-ist-halt-grün-weiß. Manche Kalanchoes kann man wohl sogar ins Beet pflanzen, das habe ich aber noch nicht ausprobiert.
 Ebenfalls ein Geschenk ist diese Glockenblume, die eigentlich erst ab Juni blüht. Uns erfreut sie schon jetzt mit wundervollen kleinen lila Blüten. Sie soll hell, aber nicht sonnig stehen und immer feucht gehalten werden.
 Ein Kaktus von Kakteen-Haage aus Erfurt. Die Kakteen sind in der Obhut meines Mannes und belohnen seinen Pflegeaufwand mit häufigem Blühen. 
Diese Form finde ich waaahnsinnig beeindruckend! Was die Natur alles kann!
Eine Palme (eventuell eine Hanfpalme) kam ebenfalls als Geschenk auf uns und wächst im hellen Wohnzimmer ausgezeichnet vor sich hin.
So, ich hoffe, Ihr habt jetzt ein bißchen Wärme im Herzen.
Schönen Sonntag noch!

Holla, die Waldfee!

Holla, die Waldfee!
Wasn das fürn Schnee?
„Reim Dich oder ich schlag Dich!“ heißt es, wenn jemand sich allzu bemüht am Reimen versucht hat und dann so etwas wie oben dabei rumkommt.
Fakt 1: Es ist März und es schneit. Und das, obwohl ich in der vergangenen Woche die Astern und Rosen verschnitten hab. Merke: Rosen erst verschneiden, wenn der Forsythia blüht. 

Fakt 2: „Holla, die Waldfee!“ ist kein von der Kreativjugend des 21. Jahrhunderts erfundener Satz, sondern einer von Charlotte Amalia Grimm (richtig, die Schwester ebenjener Brüder). In ihrem gleichnamigen Märchen ist dies genau der letzte Satz des Prinzen, der zuvor auf die drei unbekleideten und Blumen pflückenden Königstöchter Hillu, Hella und Holla traf, ihnen die Kleider raubte und dafür mörderlich eine übergebraten bekam. Das adlige Leben aushauchend, sagte er – damit wohl gleichfalls die Mörderin identifizierend – „Holla, die Waldfee!“ Merke: Raube nie jemandem die Kleidung.

Wer sucht, der findet!

„Abgebaggerte Erde“
„Strauch Chamandis“
„Seven of nine corset blau kaufen“
Das sind wohl die skurrilsten Suchbegriffe, über die Internetnutzer auf diesen Blog gestoßen sind.
Zu meinem Ehrentag gönne ich mir heute mal einen Ausflug in die Welt der Suchmaschinen. Das mit der abgebaggerten Erde macht ja noch Sinn, was aber zum Teufel sind „Strauch Chamandis“ und wie kommt man, wenn man ein Korsett kaufen möchte, zu (m)einem Gartenblog???
Insgesamt 16 verschiedene Wortkombinationen haben Menschen benutzt, die mehr über die Gartenreise des MDR wissen möchten. Ihnen habe ich bereits zwei Posts gewidmet, einen davon sogar mit einer Einladung gespickt – die „Gartenreise mal anders„.
In dem Zusammenhang interessant: Jemand hat nach dem Alter der von mir mehrfach erwähnten MDR-Garten-Moderatorin Claudia Look-Hirnschal gesucht und ist dadurch hierher gekommen. Gefunden hat er dann nur meine Verballhornung. Claudia Guck-Wollschal. 
Es gibt natürlich auch Suchen nach dem mittelalterlichen Garten, der Kapuzinerkresse usw.
Und was sucht Ihr?