Der Frühling weiß zu finden…

… Mich tief in Stadt und Stein,
Gießt mir ins Herz den linden
Fröhlichen Hoffnungsschein.

(aus „Frühlingsbote“ von Heinrich Seidel*)

Zwergiris, Iris reticulata
Endlich Krokanten!!!

Hier treibt der Sibirische Blaustern aus,
Scilla tubergiana

Die Stauden wachsen schön, oben Fetthenne,
unten Sonnenhut

Die Glockenblume ist einer meiner Lieblingsbodendecker.

Das Fingerkraut sieht auch noch gut aus.

Etwas Besonderes sieht diese Schneeglöckchen, denn die Zwiebeln
waren schon mal fast vergessen im Geräteschuppen. Im ersten Jahr, nachdem ich sie 
eingegraben hatte, zeigten sie sich nicht, doch jetzt… jetzt sind sie wieder da 🙂

Kiepenkerl-Versuchsanstalt. Oben: heute, also 22. Februar,
unten: 16. Februar.
Schönen Sonntag Euch!

* das ist der „dem Ingenieur ist nichts zu schwer“

Ablosen im Februar-Vergleich

Ihr Lieben,

die Blog-Kolleginnen posten jetzt meist schon aufgeblühte Krokusse, Winterlinge und Schneeglöckchen, z. B. Monika von Country living in the city und Claudia von Ideas & Inspirations.

Ich hab das Gefühl, nur in unserem Garten wächst alles besonders langsam.

Tulpen heute:
 
Tulpen am 30. Januar:
Im Körbchen kommen links zwei Krokusse, rechts eine Tulpe.
Die Zwiebeln lagen plötzlich mal auf der Wiese (vielleicht der Hund…)
und dann hatte ich sie hier hinein gesteckt:
 Eine kleine Rose, die sich jedes Jahr wieder durchkämpft.
Sie triebt schon aus…
Rechts der Kräuterpfad, links – ähm – kommen, nun ja, hüstel, ich weiß nicht, was es ist.
Tulpen und Narzissen können es nicht sein.
Ich lass‘ mich überraschen. 
Dafür sind am Stein gleich mehrere Frühjahrsgewächse erkennbar. 
Und so sah es hier am 16. Februar 2014, also vor genau einem Jahr, aus:
Ich würde sagen, wir hängen ein bis zwei Wochen hinterher. Wobei – letztes Jahr war ja alles zu früh.
Nun noch der abschließende Blick auf meine Zwei-Kübel-Zwiebel-Versuchsanstalt:
Im Vergleich zum 30. Januar:
Naja, hinten hat sich richtig was getan,
aber die Zwiebeln vorn, die losen ab!

Nicht aufgeräumt

Im Garten ist nicht aufgeräumt. Weil ich es nicht getan habe, der Gatte schon gar nicht und der Hund – nun ja, der kann es nicht.

Wie aufgeräumt muss ein Garten im Winter sein? Der eine liest jedes vertrocknete Blatt ab, um nachher das Vlies zum Abdecken zu kaufen. Die andere schneidet Stauden bis auf den Grund und findet’s dann „so schön ordentlich“.

Und ich? Im letzten Winter habe ich schon angefangen, einige Stauden stehen zu lassen und diesmal bin ich noch viel weniger mit der Schere unterwegs gewesen. Und so steht der hohe Sonnenhut braun umher, der Frauenmantel liegt flach und grau-bräunlich auf der Erde herum, das Chinaschilf aber wiegt sich grazil im Wind.

Er hat seinen Charme, der unaufgeräumte Garten im Winter, aber man/frau muss sich auch trauen, den Blicken unter den gehobenen Augenbrauen zu begegnen, die zu sagen scheinen „Keine Zeit oder keine Harke gehabt, um hier Ordnung zu machen?“

Doch die trockenen Blätter bieten einen wichtigen Schutz, vergleichbar mit einer Daunenjacke für uns Menschen. Insofern halte ich die Blicke aus und freue mich auf das Frühjahr, wenn ich tatsächlich aufräumen kann.

Was hier zwischen den gelben Irissen wächst?
Könnten Krokusse sein.
Man glaubt ja wirklich immer, sich die Standorte und Sorten der im Herbst gesteckten Blumenzwiebeln zu merken.
Nein, Ihr müsst es wirklich penibel dokumentieren, denn Ihr vergesst es garantiert!

Auch hier – nicht aufgeräumt.
Der Primel ists egal, sie fängt schon mal an zu wachsen.

Von links grüßt der Frauenmantel, rechts die Erdbeere.
Der Thymian im Kräuterpfad macht nicht den besten Eindruck.
Und warum wachsen die Tulpen so nah beieinander,
ich hätte schwören können, sie weiter auseinander gesteckt zu haben.

Abschließend wieder der Blick auf die Kiepenkerl-Versuchsanstalt.
Bei den Temperaturen überlegen sich die Kleinen zweimal,
ob sie sich weiter raustrauen.

Auftakt

14 Grad Celsius zeigt das Thermometer, die Vögel zwitschern, ab und an zeigt sich der blaue Himmel.

Bestes Wetter, um die ersten Spitzen der Frühlingsboten zu fotografieren.

Im Kübel mit den Zwiebeln der Nebelung GmbH sind die Muscari Blue schon recht weit draußen, auch die Hyazinthe schaut schon heraus (auf „1 Uhr“).

So sah es im Oktober beim Pflanzen aus, ausführlich beschrieben im Post „Überraschungszwiebeln„.

Im anderen Kübel ist es noch recht ruhig, nur hier und da guckt eine grüne Spitze.

Drin versteckt sich das:
Eine der Hortensien schiebt schon neue Blätter nach.

Und die Christose, die wahrscheinlich eher eine Lenzrose ist, lässt Knospen erkennen.

Zwischen den Irissen beginnt es ebenfalls zu grünen.
Und das ist in der Erde:

Entlang meines Duftkräuterpfades, der derzeit kaum erkennbar ist, hatte ich im Oktober schon diverse Blumenzwiebeln gesteckt, die ich mit meiner lieben Nachbarin Jana bei einem örtlichen Discounter gefunden habe. Danke Jana, für die gründliche Recherche und die vielen Hinweise zu diesen Tulpen.
Die Idee war, entlang des Pfades, einen Farbverlauf der Blüten zu erreichen. Hoffentlich blaieben die Tulpen vom Frost verschont und hoffentlich tritt der gewünschte Effekt ein.

Ist denn schon Frühling?

Kürzlich habe ich eine Menge Blumenzwiebeln gesteckt (wisst Ihr noch? – der Post Überraschungszwiebeln). Nun die nächste Überraschung: Die Zwiebeln, die ich in einem Kübel am Haus habe, treiben aus! Hin- und hergerissen bin ich nun, möchte es gerne blühen sehen, habe aber auch Bedenken, denn es wird ja mit dem ersten Frost nicht lange dauern.
Was meint Ihr, was ich machen soll? 
Mit Laub abdecken?

Auf der Terrasse erfreuen uns noch Sternmoos und Alpenveilchen sowie
das Pflanzkörbchen von Aldi.

Diese Riesenhortensie blüht tatsächlich noch!
Hatte sie in diesem Jahr mit einer Riesenblüte gekauft und überhaupt nicht zu hoffen gewagt,
dass sie nochmal eine Knospe ansetzt. Und nun hat sie zwei Blütenbälle.

Das Rote-Johannisbeer-Stämmchen in Herbstfarben.

Auch einer der Lavendelsträucher hat vom Blühennoch nicht genug.

Ein Farbklecks im Beet ist diese Rose. Schön, oder?

Der Pfeifenstrauch setzt sogar noch Knospen an.

Und hier der skurril aussehende Samenstand des Schnittknoblauchs…


Schön, dass Ihr immer noch mitlest!

Ein schönes Wochenende wünscht Euch
die Füchsin

Werbung: Überraschungszwiebeln

Kürzlich habe ich überraschenderweise eine Marketinganfrage für meinen Blog bekommen. Es war nicht die erste Anfrage, aber diejenige, über die ich ernsthaft nachgedacht habe und die ich dann positiv beschieden habe. Es geht um Blumenzwiebeln und obwohl ich in diesem Jahr schon etliche neue in den Boden gebracht habe, habe ich das Angebot angenommen, viele weitere Blumenzwiebeln für die Bruno Nebelung GmbH (Kiepenkerl-Produkte) zu testen. Danke an dieser Stelle schon mal für die Chance, diese Zwiebeln zu testen.

Für beide Seiten ist dies trotzdem kein leichtes Unterfangen, denn 1. fühle ich mich dem Blogger-Relations-Kodex verpflichtet, das heißt, ich berichte wahrheitsgemäß über meine Erfahrungen. Eine schlechte Zwiebel bleibt dann eben auch im Bild. 2. ist unser Gartenboden nun wirklich nicht der beste und wir müssen sehen, wie die aus Holland stammenden Zwiebeln (der Nebelung-Zweigbetrieb feiert übrigens morgen 50. Geburtstag) damit zurecht kommen. 3. war in meinem Garten nicht mehr viel Platz, da ich vorher schon 120 Zwiebeln gesetzt hatte.

Nun aber mal konkret:

Lieferung – Nachdem ich dem Test zugestimmt hatte, traf das Paket postwendend ein. Superfixe Lieferung also.

 

Verpackung – Unspektakulär im Karton, ohne weitere Füllstoffe. Den Packungen hat es aber nichts getan, alle waren unbeschädigt.

 

Inhalt – Zu Tage traten zwölf Packungen meist mit mehreren Zwiebeln von Tulpen, Narzissen, Muscari (Traubenhyazinthen), Allium, Hyazinthen, Fritillaria (Kaiserkrone). Es war ein bißchen wie ein Weihnachtspäckchen auszupacken 🙂

Noch nie gesehen hatte ich derartige Rosentulpen, von denen eine Packung mit 17 Stück beigelegt war. Hier sagte der Gatte gleich, dass ich die in Hausnähe versenken soll, damit er sie dann im Frühjahr immer im Blick hat.

Aus Platzgründen musste ich ein paar Zwiebeln in Kübel setzen, wobei ich diese im Zwiebelwahn vielleicht etwas zu eng gesetzt habe. Mal sehen, wie sich Hyazinthen, Tulpen „Pastel Friends“ und Narzissen „White Passion“ vertragen. In geringerer Höhe fanden einige Exemplare Muscari Blue den Weg in den Kübel. Wichtig ist, das Angießen nicht zu vergessen.

 

Tulpe „Candy Price“: im April violett einfach blühend, wächst 40 cm hoch
Tulpe „White Prince“: im April weiß einfach blühend, wächst 40 cm hoch
Narzisse „White Passion“: dazu habe ich nicht viel herausbekommen, eventuell handelt es sich um eine Engelstränen-Narzisse. Blühzeit lt. Verpackung April bis Mai, wächst 35 cm hoch.
Muscari Blue: auch hier unklar, um welche Sorte Traubenhyazinthe es sich genau handelt. Blühzeit lt. Verpackung April bis Mai, wächst 20 cm hoch.
Der nächste Kübel soll uns im Frühjahr mit gelben Farbtönen erfreuen. Befüllt wandert er mit seinem Zwillingsbruder auf unsere Terrasse vor das Wohnzimmerfenster. Dort bekommt er vielleicht ein bißchen der nötigen Zimmerwärme ab, die gedämmten Wände lassen jedenfalls nichts durch.

 

Drainageschicht nicht vergessen!

Auch hier enger Abstand. Wenn das nix wird, liegt’s nicht am Produkt, sondern an der unbelehrbaren Gärtnerin! Der Abstand zwischen den Zwiebeln sollte eigentlich zehn Zentimeter betragen.

Narzisse „Red Devon“: gelb-orange Blüte, März bis April erscheinend, Pflanze wird 40 cm hoch. Wäre lt. Internet auch für einen Rasenplatz gut geeignet.
Das „Sun Duo“ besteht lt. dem Nebelung-Shop aus fünf Tulpen „Orange Emperor“ und fünf Narzissen „Falconete“. Die Tulpen sehen auf der Abbildung im Internet durchgefärbt rot aus, auf der, die ich bekommen habe, haben die Blütenblätter, aber deutlich gelbe Ränder und bei der Suche nach „Orange Emperor“ finde ich Fotos von – wie der Name schon sagt – orangefarbenen Tulpen. Bin gespannt, was da im Frühling passiert.
Tulpe „Orange Emperor“: blüht orange, teilweise gelb mit schmalen Blüten, ähnlich den Wildtulpen. Wächst etwa 30 bis 40 cm hoch. Lt. Internet bildet sie mit der Zeit größere Horste, d. h. ich werde sie im nächsten Jahr aus dem Kübel nehmen und in die Freiheit setzen.
Narzisse „Falconet“: Mehrere dunkelgelbe Blüten mit orangefarbener Mitte wachsen an einem Stängel. Pflanze wird etwa 40 cm hoch.

 

 

 

In die Erde zwischen die Iris, wanderte der Rest aus der „Sun Duo“-Packung, außerdem Hyazinthen und ein paar Zwiebeln aus der „Colourful Passion“-Packung. Diese besteht aus den Tulpen „Hotpants“ und „Colour Mystic“.
Tulpe „Hotpants“: dunkellila Blüte mit weißen Streifen (auf der Packung eher weiß mit rosa Streifen, im Online-Katalog eher lila), die 40 bis 50 cm hoch wird und an halbschattigen oder sonnigen Standorten wächst.
Tulpe „Colour Mystic“: rot-gelbe Blüte. Wächst etwa 45 cm hoch am sonnigen Standort.

Die Mischung besteht aus 21 Knollen von ein- und zweifarbigen Triumph-Tulpen. Eine der 21 Zwiebeln schaut nicht ganz vital aus (oben links) , die anderen dafür um so mehr. Beim Versenken habe ich natürlich Abstand gelassen.

Eine Kaiserkrone habe ich mit drei Hyazinthen kombiniert.
Kaiserkrone „Lutea“: gelbe Blüte erscheint im April bis Mai und gilt als Bienenweide. Pflanze wird etwa 80 cm hoch.

In einer weiteren Ecke habe ich den Rest der „Pastel friends“-Packung, der Trauben-Hyazinthen und der weißen Narzissen gesteckt. Rechts unten am Bildrand seht Ihr meinen kranken Buchsbaum. Nach dem Zünsler hat nun der Buchsbaum-Pilz zugeschlagen.

Zwischen dem Frauenmantel, der Herbstaster und der Blauen Kornblume hat die Mischung „Sweet Symphony“ Platz gefunden. Mal schauen, wir die Zwiebeln mit dem beschränkten Platz klarkommen.
Tulpe „Upstar“: hellrosa halbgefüllte Blüten, die im Mai erscheinen. Pflanze wird etwa 40 cm hoch.
Tulpe „Creme Upstar“: wie „Upstar“, nur cremefarben.

Schlussendlich haben dann die 17 rosenblättrigen Tulpenzwiebeln den Platz an der Terrasse gefunden. Laut Nebelung-Online-Katalog sind sie roa- bis lilafarben gefüllt und blühen auf starken Stängeln im April. Wir sind gespannt.

Zwiebel-Wahn

18 Grad Celsius, Sonnenschein, nun hat’s der Frühling auch nach Nordsachsen geschafft. Ich verfiel heute prompt dem Zwiebel-Wahn. Vor geraumer Zeit habe ich beim bekannten arabischen Händler Al Di zwei Körbchen mit je 50 farblich sortierten Blumenzwiebeln von Garden Feelings® erstanden, einmal die Kollektion „Purpur“ mit Gladiolen, Dahlien, Liatris und Triteleia, und dann die Kollektion „Rosa“ mit Gladiolen, Dahlien, Lilien und Alium.

Diese 100 Zwiebeln habe ich heute eingebracht, außerdem die schon bestehenden Blumen teilweise umgesetzt, so dass sich meine hier bisher noch nicht kundgetane Idee von den farbigen Abteilungen auf dem großen Beet hoffentlich langsam verwirklicht. Eine kleinwachsende, burgunderfarbene Aster habe ich in die rot-rosafarbene Abteilung gesetzt, den Storchschnabel und eine Rose auch, das Edelweiß musste Richtung „Weiß“ umziehen usw.

Außerdem habe ich entdeckt, dass die Blumenzwiebeln, die ich im vergangenen Frühjahr vor dem Erdaustausch gerettet hatte, im dunklen Winterquartier tatsächlich austreiben! Eigentlich gibt s das gar nicht, denn gerade Schneeglöckchen vertragen es überhaupt nicht, wenn sie lange irgendwo uneingepflanzt herumliegen. Vom Gatten musste ich mich deshalb in den letzten Monaten öfter schelten lassen. Heute habe ich diese Zwiebeln schließlich kleinlaut eingepflanzt und hoffe, dass sie uns im nächsten Jahr wieder erfreuen werden.