Die können es nicht abwarten!
Es weihnachtet sehr
Vor lauter Weihnachtsaktivitäten bin ich gar nicht zum Bloggen gekommen, dabei möchte ich es nicht versäumen, Euch ein frohes Fest zu wünschen.
Die Wintersonnenwende ist geschafft, die Tage werden wieder länger. Morgen sollen hier in Nordsachsen sechs Sonnenstunden gezählt werden, übermorgen werden es zehn Grad Celsius. Da hört man fast die Schneeglöckchen wachsen und die Blumenzwiebeln aufspringen. „Wartet noch!“ möchte man ihnen zurufen. Oder glaubt IHR etwa, dass kein Frost mehr kommt?!
Standhafte Blüher
Die Dame mit dem roten Hut
Kennt Ihr das: In einem Buchladen oder bei Bekannten entdeckt Ihr ein Buch, dessen Titelbild Euch einfach fasziniert und neugierig genug macht, um es zu greifen und darin herumzublättern?
Auf der Leipziger Buchmesse ging es mir vor Jahren so. Zwischen allerhand anderen Büchern am Stand des Insel Verlags schaute mich von einem Buchcover eine elegant und selbstbewusst wirkende Dame an. Ihr großer Hut beschattete etwas ihr Gesicht, nahm ihr damit aber nichts von ihrer Autorität und aristokratischen Ausstrahlung. Das beim Durchblättern Entdeckte begeisterte mich sogleich für dieses gedruckte Schmuckstück, denn ja, so muss man es bezeichnen, dieses Buch „Die Damen mit dem grünen Daumen. Berühmte Gärtnerinnen“.
Es ist die von Claudia Lanfranconi und Sabine Frank sorgsam zusammengetragene Aneinanderreihung von biographischen Perlen über Frauen – Damen -, die in direkter Weise mit Gärten verbunden waren und sind. Denn obgleich sich der Großteil der stest vier bis fünf Seiten umspannenden Kurzberichte historischen Gartenfreundinnen widmet, sind mit Beth Chatto, Gabrielle Pape und Isabelle Van Groeningen drei Frauen erwähnt, die das Gartenwesen der Gegenwart prägen und sogar – wie Beth Chatto – den Grundstein für die moderne Gartenauffassung legten.
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| Beim bekannten Onlinebuchhändler landet Ihr, wenn Ihr auf das Bild klickt. Doch auch der freundliche Buchhändler am Ort bestellt es Euch gerne und das sogar ohne Versandkosten. 🙂 |
Dass ich mir dieses Buch nie selbst kaufte, erscheint Euch vielleicht seltsam und mir auch. Doch das musste so sein. Beim letzten Salongespräch brachte es unsere gute Freundin C. als Geschenk mit (DANKE!); ihre Mutter hatte mich übrigens am gleichen Abend mit dem Buch „Bin im Garten“ erfreut. Ich grinste wie ein Honigkuchenpferd, als ich „Die Damen mit dem grünen Daumen“ auspackte. Nach Jahren hatten wir, das Buch und ich, endlich zusammengefunden.
Beim abendlichen Lesen war dann jedes Umblättern eine Freude, denn nicht nur entzückten mich die Miniaturbildnisse der Gärtnerinnen, sondern auch die Fotos der Gartenanlagen, die kleinen Zeichnungen zwischen manchen Absätzen und die Graphiken und Gemälde diverser Pflanzen. Abgesehen natürlich von den biographischen Skizzen der Damen, die den Leser wie nebenbei auf eine Reise durch die Kunstgeschichte entführen. Man merkt das aber gar nicht. Nein, man liest von Gärten, von den kleinen weiblichen Siegen in früherer Zeit, als selbstbewusste Damen gar nicht erwünscht waren und diese sich über ihre eigenen architektonischen Anlagen dann doch irgendwie ihre eigenen Denkmäler setzten. Und so en passant fließen Kunst- und Weltgeschichte ein und manchmal sogar ein kleines Fitzelchen Politik. Wie es eben im Leben nun mal so ist…
Lange Rede, kurzer Sinn. Lesen! Schauen! Träumen!
Auf "Los" geht’s los
Hach ja, in der Advents- und Weihnachtszeit wird gerne geschenkt und das ist ja auch gut so.
Heute schenke ich Euch 1. ein Rezept und 2. eine Gewinnchance.
Das Rezept ist ganz simpel und das Produkt superlecker: Apfelpunsch. Hier die Anleitung für 4 Becher:
Dafür nehmt Ihr 1 Liter Apfelsaft (naturtrüb aus Streubobstäpfeln) und setzt ihn mit 3 Nelken und 1/2 TL Zimt an. Packt die Gewürze am besten in einen Teefilter, damit es später nicht so grisselig schmeckt. Erhitzt das Ganze langsam. Dann in die Becher abfüllen, je Becher mit 2 cl Amaretto oder Rum auffüllen, einen Klecks Schlagsahne darauf und mit etwas Kakao bestäuben. Hmmmmm…
Wenn Ihr es weniger süß mögt, könnt Ihr den Apfelsaft auch 1:1 mit halbtrockenem oder trockenem Weißwein mischen, Apfelstücke zugeben und dann aber den Amaretto weglassen. 1:1 mit Sauerkischwein gemischt muss der heiße Apfelsaft ebenfalls sehr gut schmecken, doch so weit habe ich noch nicht getestet.
Die Gewinnchance habt Ihr seit heute wieder bei Anja von Gartenbuddelei. Sie haut in der Adventszeit einen Präsentknaller nach dem anderen heraus und ich wünsche mir ehrlich jedes Mal, dass ich gewinne. Doch man soll ja auch teilen, also teile ich eben die Gewinnchance mit Euch.
Wenn Ihr auf das Bild klickt, kommt Ihr direkt zum Post, unter den Ihr einen Kommentar schreiben und damit das Frühlingspaket gewinnen könnt. Und wer denkt bei dem Nebel heute nicht gerne schon an den Frühling?
Ihr Lieben, ich wünsche Euch viel Glück und möglichst wenig Stress in dieser Vorweihnachtszeit.
Eure Füchsin
Eine Perle von Friedhof
Wundert Ihr Euch über den Post-Titel?
Wenn Ihr einmal den Stadtgottesacker von Halle (Saale) betreten habt, dann nicht mehr.
Die Stadt Halle und ihre Umgebung… Nun ja, ich bloggte bereits darüber. Eine Perle in dieser Gegend zu finden, ist genauso möglich, wie eine in einer Muschel zu finden. Doch ja, es ist möglich.
Ende Oktober 2013 folgen wir auf der Suche nach einem Nachmittagsspaziergangsziel dem Tipp von aus Halle stammenden Freunden und machen uns auf den Weg. Die Sonnenstrahlen weisen uns denselben.
Als das Navi das Erreichen des Ziels verkündet, können wir das erst kaum glauben, denn unüberwindbar hohe Mauern umgeben den Stadtgottesacker vor Halle und verbergen ihn vor den Blicken des Vorbeihastenden. Hinter diesen Mauern sind Arkaden angebaut, in denen die Grüfte bekannter Hallescher Persönlichkeit liegen, wie vom Gründer der Frankeschen Stiftungen August Hermann Francke und dem Historiker Johann Christoph von Dreyhaupt.



































