Kategorie: Blumenzwiebeln
Der Frühling weiß zu finden…
… Mich tief in Stadt und Stein,
Gießt mir ins Herz den linden
Fröhlichen Hoffnungsschein.
(aus „Frühlingsbote“ von Heinrich Seidel*)
* das ist der „dem Ingenieur ist nichts zu schwer“
Ablosen im Februar-Vergleich
Ihr Lieben,
die Blog-Kolleginnen posten jetzt meist schon aufgeblühte Krokusse, Winterlinge und Schneeglöckchen, z. B. Monika von Country living in the city und Claudia von Ideas & Inspirations.
Ich hab das Gefühl, nur in unserem Garten wächst alles besonders langsam.
Nicht aufgeräumt
Im Garten ist nicht aufgeräumt. Weil ich es nicht getan habe, der Gatte schon gar nicht und der Hund – nun ja, der kann es nicht.
Wie aufgeräumt muss ein Garten im Winter sein? Der eine liest jedes vertrocknete Blatt ab, um nachher das Vlies zum Abdecken zu kaufen. Die andere schneidet Stauden bis auf den Grund und findet’s dann „so schön ordentlich“.
Und ich? Im letzten Winter habe ich schon angefangen, einige Stauden stehen zu lassen und diesmal bin ich noch viel weniger mit der Schere unterwegs gewesen. Und so steht der hohe Sonnenhut braun umher, der Frauenmantel liegt flach und grau-bräunlich auf der Erde herum, das Chinaschilf aber wiegt sich grazil im Wind.
Er hat seinen Charme, der unaufgeräumte Garten im Winter, aber man/frau muss sich auch trauen, den Blicken unter den gehobenen Augenbrauen zu begegnen, die zu sagen scheinen „Keine Zeit oder keine Harke gehabt, um hier Ordnung zu machen?“
Doch die trockenen Blätter bieten einen wichtigen Schutz, vergleichbar mit einer Daunenjacke für uns Menschen. Insofern halte ich die Blicke aus und freue mich auf das Frühjahr, wenn ich tatsächlich aufräumen kann.
Auftakt
14 Grad Celsius zeigt das Thermometer, die Vögel zwitschern, ab und an zeigt sich der blaue Himmel.
Bestes Wetter, um die ersten Spitzen der Frühlingsboten zu fotografieren.
Im Kübel mit den Zwiebeln der Nebelung GmbH sind die Muscari Blue schon recht weit draußen, auch die Hyazinthe schaut schon heraus (auf „1 Uhr“).
Entlang meines Duftkräuterpfades, der derzeit kaum erkennbar ist, hatte ich im Oktober schon diverse Blumenzwiebeln gesteckt, die ich mit meiner lieben Nachbarin Jana bei einem örtlichen Discounter gefunden habe. Danke Jana, für die gründliche Recherche und die vielen Hinweise zu diesen Tulpen.
Die Idee war, entlang des Pfades, einen Farbverlauf der Blüten zu erreichen. Hoffentlich blaieben die Tulpen vom Frost verschont und hoffentlich tritt der gewünschte Effekt ein.
Ist denn schon Frühling?
Werbung: Überraschungszwiebeln
Kürzlich habe ich überraschenderweise eine Marketinganfrage für meinen Blog bekommen. Es war nicht die erste Anfrage, aber diejenige, über die ich ernsthaft nachgedacht habe und die ich dann positiv beschieden habe. Es geht um Blumenzwiebeln und obwohl ich in diesem Jahr schon etliche neue in den Boden gebracht habe, habe ich das Angebot angenommen, viele weitere Blumenzwiebeln für die Bruno Nebelung GmbH (Kiepenkerl-Produkte) zu testen. Danke an dieser Stelle schon mal für die Chance, diese Zwiebeln zu testen.
Für beide Seiten ist dies trotzdem kein leichtes Unterfangen, denn 1. fühle ich mich dem Blogger-Relations-Kodex verpflichtet, das heißt, ich berichte wahrheitsgemäß über meine Erfahrungen. Eine schlechte Zwiebel bleibt dann eben auch im Bild. 2. ist unser Gartenboden nun wirklich nicht der beste und wir müssen sehen, wie die aus Holland stammenden Zwiebeln (der Nebelung-Zweigbetrieb feiert übrigens morgen 50. Geburtstag) damit zurecht kommen. 3. war in meinem Garten nicht mehr viel Platz, da ich vorher schon 120 Zwiebeln gesetzt hatte.
Nun aber mal konkret:
Lieferung – Nachdem ich dem Test zugestimmt hatte, traf das Paket postwendend ein. Superfixe Lieferung also.
Inhalt – Zu Tage traten zwölf Packungen meist mit mehreren Zwiebeln von Tulpen, Narzissen, Muscari (Traubenhyazinthen), Allium, Hyazinthen, Fritillaria (Kaiserkrone). Es war ein bißchen wie ein Weihnachtspäckchen auszupacken 🙂
Noch nie gesehen hatte ich derartige Rosentulpen, von denen eine Packung mit 17 Stück beigelegt war. Hier sagte der Gatte gleich, dass ich die in Hausnähe versenken soll, damit er sie dann im Frühjahr immer im Blick hat.
Drainageschicht nicht vergessen!
Auch hier enger Abstand. Wenn das nix wird, liegt’s nicht am Produkt, sondern an der unbelehrbaren Gärtnerin! Der Abstand zwischen den Zwiebeln sollte eigentlich zehn Zentimeter betragen.
Die Mischung besteht aus 21 Knollen von ein- und zweifarbigen Triumph-Tulpen. Eine der 21 Zwiebeln schaut nicht ganz vital aus (oben links) , die anderen dafür um so mehr. Beim Versenken habe ich natürlich Abstand gelassen.
Eine Kaiserkrone habe ich mit drei Hyazinthen kombiniert.
Kaiserkrone „Lutea“: gelbe Blüte erscheint im April bis Mai und gilt als Bienenweide. Pflanze wird etwa 80 cm hoch.
In einer weiteren Ecke habe ich den Rest der „Pastel friends“-Packung, der Trauben-Hyazinthen und der weißen Narzissen gesteckt. Rechts unten am Bildrand seht Ihr meinen kranken Buchsbaum. Nach dem Zünsler hat nun der Buchsbaum-Pilz zugeschlagen.
Zwischen dem Frauenmantel, der Herbstaster und der Blauen Kornblume hat die Mischung „Sweet Symphony“ Platz gefunden. Mal schauen, wir die Zwiebeln mit dem beschränkten Platz klarkommen.
Tulpe „Upstar“: hellrosa halbgefüllte Blüten, die im Mai erscheinen. Pflanze wird etwa 40 cm hoch.
Tulpe „Creme Upstar“: wie „Upstar“, nur cremefarben.
Schlussendlich haben dann die 17 rosenblättrigen Tulpenzwiebeln den Platz an der Terrasse gefunden. Laut Nebelung-Online-Katalog sind sie roa- bis lilafarben gefüllt und blühen auf starken Stängeln im April. Wir sind gespannt.







































































