Es weihnachtet sehr

Vor lauter Weihnachtsaktivitäten bin ich gar nicht zum Bloggen gekommen, dabei möchte ich es nicht versäumen, Euch ein frohes Fest zu wünschen.

Die Wintersonnenwende ist geschafft, die Tage werden wieder länger. Morgen sollen hier in Nordsachsen sechs Sonnenstunden gezählt werden, übermorgen werden es zehn Grad Celsius. Da hört man fast die Schneeglöckchen wachsen und die Blumenzwiebeln aufspringen. „Wartet noch!“ möchte man ihnen zurufen. Oder glaubt IHR etwa, dass kein Frost mehr kommt?!

Einen besinnlichen Weihnachtsfeiertagsausklang wünsche ich Euch.
Eure Füchsin
PS: Der Blog hat jetzt ein Impressum. Sollte wohl jeder haben. Bedenkt: Es gibt Anwälte, die sich auf das Durchforsten des Internets spezialisieren und so harmlose Blogger wie uns abmahnen. Das braucht doch kein Mensch!

Standhafte Blüher

Es ist gerade mal dreieinhalb Wochen her, als der Gatte diese Fotos aufgenommen hat. Während ich die frostgeschädigte Kapuzinerkresse endgültig entsorgte, machte er sich auf den Weg zu den letzten standhaften Blühern.
Schaut Euch doch mal diese Löwenmäulchen an! Wie gesagt, es war der 23. November und der erste Frost war schon über das Land gegangen. Die Kleinen wehrten sich aber heftig und blühten, als wollten sie nie mehr aufhören. Sehr spät hatten wir sie ausgesät und vereinzelt, dass sie uns so lange erfreuen würden, daran hatten wir wirklich nicht geglaubt. 
Daneben – unten links – übrigens die Kordes-Rose „Herzogin Christiana“, ganz fit und vital.
Auch die anderen Rosen blühten noch:

Anfang November hatte ich nochmal Rucola, Kresse und Radieschen ausgesät. Das hier ist der Rucola:
Man liest ja allenthalben davon, also von der späten Aussaat, zum Beispiel auch von Salaten. 
Rucola und Kresse sind bei uns gelungen, die Radieschen aber nicht. Salat habe ich noch nicht probiert.
 Das Zebragras, das wir vor etwa eineinhalben Jahren von einer Nachbarin bekommen haben, blühte nun das erste Mal. Es hat sich ziemlich ausgebreitet und wächst recht hoch, ca. zwei Meter.
In der Schale vor dem Haus blühte ganz versteckt eine Primel.

Sichtlich fertig waren die zarten Blüten der Glockenblume. Hier hatte der Frost zugeschlagen.
 Insgesamt war der Herbst hier in Nordsachsen sooo friedlich und wirklich recht mild. Was das wohl für das nächste Jahr bringen wird? Schädlinge? Aber vielleicht kommt ja noch ein strenger Winter…
Viele Grüße erst einmal,
Eure Füchsin.

Eine Perle von Friedhof

Wundert Ihr Euch über den Post-Titel?

Wenn Ihr einmal den Stadtgottesacker von Halle (Saale) betreten habt, dann nicht mehr.

Die Stadt Halle und ihre Umgebung… Nun ja, ich bloggte bereits darüber. Eine Perle in dieser Gegend zu finden, ist genauso möglich, wie eine in einer Muschel zu finden. Doch ja, es ist möglich.

Ende Oktober 2013 folgen wir auf der Suche nach einem Nachmittagsspaziergangsziel dem Tipp von aus Halle stammenden Freunden und machen uns auf den Weg. Die Sonnenstrahlen weisen uns denselben.
Als das Navi das Erreichen des Ziels verkündet, können wir das erst kaum glauben, denn unüberwindbar hohe Mauern umgeben den Stadtgottesacker vor Halle und verbergen ihn vor den Blicken des Vorbeihastenden. Hinter diesen Mauern sind Arkaden angebaut, in denen die Grüfte bekannter Hallescher Persönlichkeit liegen, wie vom Gründer der Frankeschen Stiftungen August Hermann Francke und dem Historiker Johann Christoph von Dreyhaupt.

 

Hund Chamandi hat den Gatten im Griff 🙂
Ab 1557 wurde der Gottesacker angelegt und ist damit ein recht seltenes Beispiel eines deutschen Renaissance-Friedhofs.
Die Stimmung dort zu beschreiben, fällt gar nicht so leicht. Durch die Abgeschiedenheit zwischen den hohen Mauern entsteht auf der überschaubaren Fläche eine märchenhafte eigene Welt, die ihre eigenen Geräusche zu scheinen hat, ihre eigene Luft; selbst auf dem Boden laufe ich, als liefe ich im Wald. Zwischen den Herbstsonnenstrahlen schweben die Blätter manchmal langsam herab, manchmal tanzen sie schnell zu ihren Freunden hinunter auf den schon dicht belaubten und wunderschön unaufgeräumten Boden.
Auf dem Gottesacker fühlen sich viele Tiere wohl, wie die nächsten Fotos zeigen.

 

 

 

 

Dass Studenten für ihren Universitätsprofessor einen Grabstein setzen lassen, mutet im 21. Jahrhundert so seltsam an. Damals, also im 19. Jahrhundert, war das jedoch üblich und – ehrlich gesagt – wundert man sich auf diesem Friedhof bald über gar nichts. „Gleiche Erde, andere Welt“ ist einer meiner Lieblingssprüche und auf diesen Fleck unseres Planeten umfänglich zutreffend.
Eine der seltenen modernen Grabbepflanzungsgestaltungen.
Moos überall.

 

Tempus fugit.

Nomen est omen?

Dinge auch mal anders sehen… Lampenputzergras… Scheinähre von oben… Ach, denkt bitte bloß nicht, dass ich schlau bin! Wie der Bloguntertitel verrät, hab ich keine Ahnung vom Gärtnern! Doch das Internet hilft wieder einmal weiter und zwar insbesondere der Artikel über das Lampenputzergras. Die Ähre ist also gar keine, sondern scheint nur so.
Wir haben das Gras nun seit etwa drei Jahren neben dem Kompost stehen. Nun ja, da war halt Platz und den eigentlichen Fuchs’schen Garten gab es damals noch nicht. Aber eben diese Schenkung und insofern musste eben eine Stelle gefunden werden. Am Tag bekommt das Gras dort nur etwas Sonne, steht meistens im Schatten, gedeiht aber prächtig. Im Frühjahr haben wir für eine Kollegin mal etwas abgestochen und das hat der Staude richtig gut getan.
Mit den langen Scheinähren könnt Ihr wunderbar dekorieren, zum Beispiel lockern sie Blumensträuße auf oder bilden wunderschöne Kränze. Nach einer Weile bröseln jedoch die tatsächlichen Ähren aus, auf ein bisschen Krümelei solltet Ihr also gefasst sein. Insgesamt ist das Lampenputzergras – das meiner Ansicht nach eigentlich Flaschenputzergras heißen sollte, aber der Name ist ja durch den „Zylinderputzer“ besetzt (blickt Ihr noch durch???) – also eine pflegeleichte und schmucke Staude für jeden Garten.
Schönes Wochenende noch!

Schoki!

Keine Schokoladenblume, sondern eine Schokoladen-Kosmeeeee. Ein herrlich klingender Name, oder? Und nun schaut Euch mal diese Blüte an:

Diese Kosmee habe ich – ohne zu wissen, dass es eine ist – im örtlichen Gartencenter mitgenommen. Ja, mitgenommen. Sie stand auf dem Regal hinter den Kassen, auf dem alle die Pflanzen Platz nehmen, die es nicht mehr in den Verkauf schaffen.

Ohne Topf, nur mit dem Erdballen, lag sie da herum, ganz schnöde hat man sie abgelegt. Bei uns fand sie Platz in einem Topf, in dem sie sich wohlfühlt und wunderbar wächst. Sie bekommt einen halben Tag Sonne und blüht sogar jetzt noch. Vor Frösten muss man die Knolle allerdings schützen und aus der Erde nehmen. Kühl gelagert, kann die Knolle im nächsten Frühjahr wieder eingepflanzt werden.

Bei der Bestimmung halfen mir die liebe Ina, die hier bereits als Buchschenkerin Erwähnung fand, und deren Mutter, welche über telefonische Ferndiagnose die Identität der floralen Schönheit feststellte. Danke nochmal, Ihr Lieben!

Stabile Stützstäbe

Eine unserer Lieblingsnutzpflanzen im Garten ist das Bambusgras.
Am Ende der Vegetationszeit im Herbst ernten wir die kahlen Stäbe und können sie im Garten zum Stützen von vielen bis etwa 1,50 Meter großen Pflanzen einsetzen.
Hier seht Ihr unser Fuchsien-Hochstämmchen. 
 Es muss natürlich bei nächster Gelegenheit verschnitten werden, aber das ist ein separates Thema.

Die Stäbe hat der Gatte verschränkt zwischen die Zweige der Fuchsien gefädelt und unten in die Erde gesteckt.  

Zur Fixierung könnte man die Stäbe am schmalsten Punkt mit einem weichen Band oder Gummi verbinden. 

Probiert es einfach aus.